Klares Votum gegen Reform des Bundestagswahlkreises 126 Coesfeld–Steinfurt II

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Kreis Coesfeld. Der Landrat des Kreises Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, hat in einer Stellungnahme an das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen die geplante wahlkreis reform coesfeld entschieden abgelehnt. Unterstützt vom einstimmigen Votum des Kreistags fordert er, dass der Wahlkreis 126 Coesfeld – Steinfurt II in seiner bestehenden Form erhalten bleibt.

Wahlkreis bleibt erhalten: Landrat warnt vor Zerschlagung der Einheit

Die Ständige Wahlkreiskommission hat vorgeschlagen, die Städte Coesfeld und Dülmen aus dem Bundestagswahlkreis 126 Coesfeld – Steinfurt II herauszulösen und einem anderen Wahlkreis zuzuordnen. Landrat Schulze Pellengahr betont, dass der Wahlkreis mit einer Abweichung von nur minus 2,7 Prozent von der durchschnittlichen Bevölkerungszahl nahezu ideal den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Die vorgeschlagene Änderung würde nicht nur die bestehende Einheit aufbrechen, sondern auch zu größeren Abweichungen in den angrenzenden Wahlkreisen führen. So bliebe der benachbarte Wahlkreis Recklinghausen II zwar innerhalb der erlaubten Toleranz von zehn Prozent, doch die neue Struktur würde insgesamt zu einer Überschreitung der zulässigen Abweichungen führen.

Historisch gewachsene Strukturen sollen erhalten bleiben

Coesfeld als Kreisstadt und Dülmen als größte Kommune prägen den Wahlkreis maßgeblich. Die geplante Ausgliederung würde diese prägenden Zentren entfernen und die Zusammenhänge zwischen den Kommunen aufbrechen. Die Städte sind historisch, kulturell sowie funktional im Münsterland und im Kreis Coesfeld verankert.

Kritik an Überschreitung gesetzlicher Vorgaben

Das Bundeswahlgesetz sieht ausdrücklich vor, Gemeinde- und Kreisgrenzen möglichst beizubehalten. Die geplante Reform würde dagegen diese Grenzen missachten und die gewachsene Identität der Region beschädigen.

„Der Wahlkreis Coesfeld–Steinfurt II erfüllt die gesetzlichen Vorgaben nahezu ideal. Ohne jede Not eine seit Jahrzehnten bewährte, zusammenhängende und identitätsstiftende Einheit zu zerschlagen, ist weder rechtlich geboten noch politisch verantwortbar“, sagte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr dazu.

Bevorstehende Entscheidungen des Ministeriums werden somit genau beobachtet.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Die wahlkreis reform coesfeld spielt eine wichtige Rolle für die politische und regionale Identität der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Coesfeld. Der Erhalt des Wahlkreises 126 Coesfeld – Steinfurt II stellt sicher, dass die kommunalen und sozialen Verbindungen in der Region erhalten bleiben. Für die Menschen vor Ort bedeutet dies, dass ihre Interessen weiterhin in einer klar abgegrenzten und zusammenhängenden Einheit vertreten werden können. Der Kreistag hat seine Position einstimmig gefestigt und zeigt damit, dass dieser Standortfaktor mit hoher Priorität behandelt wird. Für weitere Informationen zur Kreisverwaltung und laufenden Entscheidungen empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Webseite des Kreises Coesfeld kreis-coesfeld.de. Zudem können Interessierte sich über die gesetzlichen Grundlagen zur Wahlkreisreform auf der Seite des Bundeswahlleiters informieren bundeswahlleiter.de.

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