Ratingen. Die Illegale Pyrotechnik Gefahr wächst laut dem Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) und der Bundesärztekammer weiterhin stark an. Insbesondere die steigende Verbreitung von nicht zugelassenem Feuerwerk, darunter hochgefährliche Kugelbomben, stellt für die Sicherheit von Polizei, Feuerwehr und Bürgern eine zunehmende Bedrohung dar.
Gefahr durch Pyrotechnik
Der steigende Umgang mit illegaler Pyrotechnik ist ein zentrales Sicherheitsproblem in Deutschland. Seit Juli 2025 haben die Berliner Behörden nach Angaben der Koordinierungsstelle „Pyro“ über 142.000 verbotene Feuerwerkskörper beschlagnahmt. Bereits Anfang des Jahres kontrollierte die Polizei rund um Silvester und Neujahr illegalen Pyrotechnikbesitz und stellte nahezu sieben Tonnen sicher. Auch die Zollfahndung im Raum Frankfurt förderte kürzlich über eine halbe Tonne illegalen Sprengstoff zutage.
Zunahme bei Profi-Feuerwerk für Laien
Ein besonders kritischer Trend ist laut VPI-Vorsitzendem Thomas Schreiber die Verbreitung von sogenannten Kugelbomben. Diese hochwertigen Feuerwerksprodukte wurden früher nur für professionelle Großveranstaltungen genutzt. Heute gelangen sie jedoch vermehrt auf illegalen Wegen in die Hände unerfahrener Privatpersonen. Dies birgt erhebliche Risiken und führt zu schwerwiegenden Verletzungen.
„Illegales Feuerwerk kann lebensgefährliche Folgen haben, und der illegale Einsatz von Pyrotechnik gegen Ordnungsbehörden muss strengstens geahndet werden“, sagte Thomas Schreiber.
Die Corona-bedingten Verkaufsverbote haben laut VPI den Schwarzmarkt begünstigt. Die Kontrollen zeigen lediglich einen Teil des tatsächlichen Ausmaßes des illegalen Handels. Der Verband fordert deshalb eine Verschärfung der Kontrollen und eine klare Trennung zwischen legalem und illegalem Feuerwerk.
Sicherheit durch geprüfte Produkte
Legales Feuerwerk unterliegt strengen Sicherheitsprüfungen durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder vergleichbare Stellen in anderen EU-Ländern. Es ist bei ordnungsgemäßer Anwendung sicher und erfreut jährlich Millionen Nutzer. Nach Einschätzung von VPI-Vorstand Michael Kandler ist nicht die Menge des legalen Feuerwerks das Problem, sondern der Umfang und die Verbreitung illegaler Ware.
- Legales Feuerwerk entspricht höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards.
- Illegale Pyrotechnik wird häufig ohne Kontrolle ins Land gebracht.
- Der Handel mit verbotener Ware nimmt seit Jahren zu.
- Sicherheitsbehörden verstärken deshalb ihre Kontrollen.
Für weiterführende Informationen empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI) sowie auf die offiziellen Sicherheitsregeln zu Feuerwerkskörpern beim Bundesamt für Materialforschung und -prüfung (BAM).
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Auswirkungen und Schutzmaßnahmen
Die Zunahme illegaler Pyrotechnik trifft längst auch das regionale Umfeld. Insbesondere in Ballungsräumen steigen Gefahren für Einsatzkräfte und Anwohner. Die Polizei und der Zoll setzen verstärkt auf präventive Kontrollen sowie auf Öffentlichkeitsarbeit, um auf Risiken hinzuweisen. Bürger werden dazu aufgerufen, nur zugelassene Feuerwerksartikel zu erwerben und unbekannte oder illegale Ware umgehend den Behörden zu melden.
Die Verbände fordern von der Politik konkrete Maßnahmen, um den illegalen Handel effektiver zu bekämpfen und die Sicherheitslage insbesondere vor dem Jahreswechsel zu verbessern. Dazu gehören unter anderem:
- Schärfere Grenzkontrollen zur Verhinderung illegaler Einfuhren,
- Erhöhung der Strafen für illegalen Handel und Einsatz,
- umfangreiche Aufklärungskampagnen in den Medien.
Für die Bevölkerung bedeutet dies ein besseres Schutzpotenzial vor Unfällen und Angriffen mit gefährlicher Pyrotechnik. Die Behörden planen weitere Kontrollen an den kommenden Feiertagen. Details und aktuelle Hinweise finden Interessierte laufend aktualisiert auf regionalupdate.de sowie den offiziellen Seiten der Polizei.
Mehr zum Thema Sicherheit rund um Silvester und aktuelle Meldungen zur illegalen Pyrotechnik in der Region gibt es auf regionalupdate.de.

