Frankfurt. Pflanzliche Milchalternativen sind heute für knapp die Hälfte der Deutschen fester Bestandteil ihres Alltags, zeigt eine aktuelle Studie von Danone Deutschland und INNOFACT. Die Bedeutung von pflanzliche milchalternativen nährstoffe rückt dabei zunehmend in den Fokus der Verbraucher.
Pflanzliche Milch im Trend
Die Umfrage belegt, dass 47 Prozent der Befragten pflanzliche Milchalternativen konsumieren, 18 Prozent davon regelmäßig. Besonders beliebt sind diese Produkte bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren sowie in Haushalten mit Kindern, wo der Anteil bei etwa 56 Prozent liegt. Haferdrinks führen mit 48 Prozent Verbrauchern die Liste der beliebtesten Sorten an, gefolgt von Mandeldrinks mit 34 Prozent.
Gründe für den Konsum
Gesundheitliche Aspekte und der Tierschutz sind die Hauptmotive für die Nutzung pflanzlicher Milchalternativen. Während fast die Hälfte der Befragten die gesundheitlichen Vorteile betont, spielt auch der Geschmack eine wichtige Rolle beim tatsächlichen Kauf. Nicht-Verwender nennen dagegen häufig Geschmack und Preis als größte Hürden.
Regionale Unterschiede
Am häufigsten greifen Verbraucher in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg zu den pflanzlichen Alternativen, wobei Frauen und Flexitarier überdurchschnittlich vertreten sind.
Nährstoffanreicherung gewinnt an Bedeutung
Für 44 Prozent der Befragten sind angereicherte pflanzliche Milchalternativen mit Vitaminen und Mineralstoffen besonders attraktiv. Calcium, Vitamin D und Vitamin B12 stehen hier im Vordergrund. Drei Viertel dieser Verbraucher wären bereit, für angereicherte Produkte einen höheren Preis zu zahlen. Frauen zeigen eine höhere Zahlungsbereitschaft und akzeptieren teilweise bis zu 20 Prozent Aufpreis.
Jod als unterschätzter Nährstoff
Trotz seiner Bedeutung für den Stoffwechsel achten nur 22 Prozent der Befragten gezielt auf ihre Jodzufuhr. Die Mehrheit nutzt jodiertes Speisesalz, jedoch wissen viele nicht um den verbreiteten Jodmangel in Deutschland. Haushalte mit Kindern und Personen mit vegetarischer oder veganer Ernährung weisen ein stärkeres Bewusstsein für Jod auf.
Marktpotenzial für nährstoffreiche Produkte
Ein Viertel der bisherigen Nicht-Verwender würde pflanzliche Milchalternativen bevorzugen, wenn diese ein Nährwertprofil ähnlich der Kuhmilch hätten. Dies zeigt ein erhebliches Wachstumspotenzial in diesem Segment.
Steuerliche Aspekte und Kaufanreize
Aktuell unterliegen Pflanzendrinks einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, während Kuhmilch mit sieben Prozent besteuert wird. 61 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf pflanzliche Milchalternativen aus. Für 17 Prozent der bisherigen Nicht-Verwender wäre dies ein konkreter Anreiz für den Kauf.
„Unsere Mission ist es, gesunde Ernährung für alle zugänglich zu machen“, sagte ein Sprecher von Danone. „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Pflanzliche Milchalternativen sind längst keine Nischenprodukte mehr und haben sich als fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung etabliert.“
Beachten Sie auch unseren Beitrag zu Ernährungstrends auf regionalupdate.de. Weitere Informationen zum Thema Nährstoffe finden Sie beim Bundeszentrum für Ernährung.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Pflanzliche Milchalternativen in der Region Frankfurt: Bedeutung und Ausblick
In Frankfurt und Umgebung spiegeln sich die allgemeinen Trends wider. Die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Milchalternativen hat Auswirkungen auf Handel und Anbieter vor Ort. Verbraucher profitieren von einer wachsenden Auswahl, auch mit angereicherten Produkten, die den Bedarf an Calcium, Vitamin D und Vitamin B12 abdecken.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies mehr Möglichkeiten einer gesundheitsbewussten Ernährung, die gleichzeitig nachhaltige Aspekte berücksichtigt. Die Forderung nach einer Reduzierung der Mehrwertsteuer könnte regionale Händler entlasten und den Zugang zu diesen Produkten erleichtern.
Langfristig sind weitere Marktbeobachtungen sowie politische Entscheidungen zur Steuerregelung zu erwarten, die Einfluss auf Angebot und Preisgestaltung haben werden. Die Ergebnisse der Studie unterstützen damit Verbraucher und Handel bei der Entwicklung eines ausgewogenen, nachhaltigen Ernährungsverhaltens.
