dbb Jahrestagung 2026: Geyer fordert zuverlässigen Staat

Anzeige

Köln. Zum Auftakt der dbb Jahrestagung am 12. Januar 2026 mahnte der dbb Bundesvorsitzende Volker Geyer einen handlungsfaehiger staat oeffentlicher dienst als Grundlage für Krisenmanagement und Alltagsstabilität an. Er warnte vor der Überlastung des öffentlichen Dienstes und forderte die Bundesregierung zu konsequentem Handeln auf.

Staat muss funktionieren: Warum ein handlungsfaehiger staat oeffentlicher dienst entscheidend ist

Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion, brachte die Lage auf den Punkt: Der öffentliche Dienst sei das Rückgrat des Staates, das jedoch durch Personalmangel, bürokratische Hürden und zu viele Aufgaben zunehmend überfordert sei. Dies beeinträchtige die Fähigkeit des Staates, in Notsituationen rasch und zuverlässig zu reagieren. Aktuelles Beispiel für diese Defizite sei der Stromausfall in Berlin, der das Vertrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit erschüttert habe.

Eine aktuelle dbb-Bürgerbefragung zeigt, dass 73 Prozent der Befragten den Staat als nicht mehr handlungsfähig einschätzen. Geyer kritisierte die Pläne der Bundesregierung, pauschal acht Prozent der Stellen in der Bundesverwaltung zu streichen, ohne eine genaue Prüfung der tatsächlichen Aufgabenreduzierung vorzunehmen. Dies bedeute nach seiner Einschätzung keine Modernisierung, sondern eine Schwächung des Staates.

Herausforderungen im öffentlichen Dienst

Die Überlastung des öffentlichen Dienstes zeigt sich in folgenden Punkten:

  • Zu wenig Personal zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben
  • Mangelnde Mittel und Ressourcen
  • Überbordende Bürokratie
  • Wachsender Leistungsdruck bei gleichzeitiger Unterfinanzierung

Diese Faktoren erschweren die Leistungsfähigkeit und das Krisenmanagement des Staates erheblich und führen zu einer Vertrauenskrise bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Forderungen an Politik und Tarifverhandlungen

Im Vorfeld der Einkommensrunde des öffentlichen Dienstes fordert der dbb ein Einkommensplus von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro. Geyer appellierte an die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Er betonte, dass gerade in Zeiten zunehmender Unsicherheiten eine personelle Stärkung des öffentlichen Dienstes essenziell sei, um die Handlungsfähigkeit des Staates sicherzustellen.

„Wenn wir einen handlungsfähigen Staat wollen, dann muss die Politik endlich aufhören, ihn kleinzureden, kaputtzusparen und zu überfordern. Das ist gerade in Notsituationen wie dem Stromausfall in Berlin höchst gefährlich. Die Bundesregierung muss jetzt liefern!“, sagte Volker Geyer.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung eines handlungsfähigen Staates für die Region Köln

Für die Bürgerinnen und Bürger in Köln bedeutet ein handlungsfähiger Staat eine zuverlässige Versorgung und schnelle Reaktion im Krisenfall. Die Überlastung der öffentlichen Verwaltung kann sich direkt auf kommunale Dienstleistungen, Sicherheitsbehörden und Infrastruktur auswirken. Die Forderungen des dbb, den öffentlichen Dienst nachhaltig zu stärken, beziehen sich daher auch auf lokale Behörden und Einrichtungen.

Mit Blick auf die nahe Zukunft stehen Tarifverhandlungen und Entscheidungen der Bundesregierung im Fokus, die den Zustand des öffentlichen Dienstes in Köln und ganz Deutschland beeinflussen. Eine erfolgreiche Stärkung des öffentlichen Dienstes könnte zu einer Verbesserung der Dienstleistungsqualität und Krisenfestigkeit vor Ort führen.

Weitere Informationen zur Rolle des öffentlichen Dienstes finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der Webseite des dbb beamtenbund und tarifunion.


Quellen:

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel