20 Prozent mehr Auffahrunfälle bei winterlicher Witterung

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Berlin. Die Gefahr von Auffahrunfaellen winter witterung steigt deutlich an. Laut einer Analyse der Verti Versicherung AG ereignen sich bei winterlichen Straßenbedingungen rund 20 Prozent mehr Auffahrunfälle als im Sommer.

Mehr Unfälle im Winter: Auffahrunfaelle winter witterung

Die Verti Versicherung AG hat die Ursachen für die Zunahme von Auffahrunfällen in der kalten Jahreszeit untersucht. Witterungsbedingungen wie Nässe, Kälte und frühe Dunkelheit erhöhen die Unfallgefahr spürbar. Besonders problematisch ist dabei der verlängerte Bremsweg auf verschneiten oder glatten Straßen. Auf verschneiter Fahrbahn kann der Bremsweg drei- bis viermal länger sein als auf trockener Strecke, bei Glatteis sogar bis zu siebenmal.

Gründe für vermehrte Auffahrunfälle

Als Hauptursachen gelten eine unterschätzte Bremswegverlängerung, zu geringer Sicherheitsabstand und häufig falsche Bereifung. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht, die nur Winter- oder Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol erlaubt. M+S-Reifen ohne diese Kennzeichnung genügen nicht mehr. Auch langsamere Fahrweise verhindert nicht automatisch Auffahrunfälle, wenn der Sicherheitsabstand nicht ausreichend vergrößert wird.

Weitere Einflussfaktoren im Winter

Neben der Straßenbeschaffenheit beeinflussen auch Sichtverhältnisse die Unfallgefahr. Verschmutzte Scheinwerfer, beschlagene Scheiben und abgenutzte Wischer verlängern die Reaktionszeit, was die Unfallgefahr erhöht. Fahrerassistenzsysteme wie Notbremsassistenten können zwar helfen, stoßen jedoch bei winterlichen Bedingungen an Grenzen, etwa wenn Sensoren durch Schneematsch oder Eis beeinträchtigt werden.

„Wir beobachten ein winterliches Sicherheitsparadox: Zwar wird langsamer gefahren, dennoch ist der Sicherheitsabstand oft nicht ausreichend“, sagte Alexander Held, Kfz- und Versicherungsexperte der Verti Versicherung AG.

  • Winterliche Witterung führt zu 20 Prozent mehr Auffahrunfällen als im Sommer
  • Bremsweg auf Schnee bis zu viermal länger, auf Glatteis bis siebenmal länger
  • Situative Winterreifenpflicht mit Alpine-Symbol ist gesetzlich vorgeschrieben
  • Sichtverschlechterungen durch Schmutz verlängern Reaktionszeiten
  • Fahrerassistenzsysteme bieten Schutz, sind im Winter jedoch teilweise eingeschränkt

Schutz und Versicherung im Winter

Die Haftung bei Auffahrunfällen im Winter folgt dem Verursacherprinzip. Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Schäden am Fahrzeug des Unfallgegners ab. Schäden am eigenen Wagen trägt die Vollkaskoversicherung. Auch wenn Assistenzsysteme versagen, ist der Fahrer verantwortlich. Ungünstige Bereifung kann im Schadensfall zu Leistungskürzungen oder Mitschuld führen.

„Auch wenn ein Notbremsassistent versagt oder durch Schneematsch beeinträchtigt ist, bleibt der Fahrer in der Haftung“, erläutert Held.

Um das Unfallrisiko zu reduzieren, empfiehlt die Verti Versicherung folgende Maßnahmen:

  • Winterreifen oder geeignete Alljahresreifen mit Alpine-Symbol frühzeitig montieren
  • Deutlich größeren Sicherheitsabstand einhalten
  • Geschwindigkeit an Wetter und Verkehrslage anpassen
  • Regelmäßige Reinigung von Scheinwerfern und Scheiben
  • Fahrerassistenzsysteme nicht überschätzen

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Konsequenzen für Autofahrer in der Region

Gerade im Berufsverkehr der Region führt die winterliche Unfallgefahr zu einer erhöhten Anzahl von Kettenreaktionen und Auffahrunfällen. Für Pendler und Fahrzeughalter ist es deshalb wichtig, die Empfehlungen zum Fahrverhalten sowie zur Fahrzeugausstattung umzusetzen. Frühzeitiger Reifenwechsel und regelmäßige Fahrzeugpflege helfen, die Straßen sicherer zu machen. Zudem sollten sich Autofahrer mit den Bedingungen ihrer Kfz-Versicherung vertraut machen, um im Schadenfall abgesichert zu sein.

Die nächsten Wochen werden weiterhin von winterlichen Bedingungen geprägt sein. Es wird geraten, die genannten Sicherheitstipps laufend zu beachten. Weiterführende Informationen bietet beispielsweise die Verti Versicherung sowie die offizielle Verkehrssicherheitskampagne der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

Mehr regionale Nachrichten und Hinweise zur Verkehrssicherheit finden Sie auf regionalupdate.de.

Hinweise für sicheres Fahren bei winterlichen Bedingungen

Die Zahl der Auffahrunfaelle winter witterung nimmt zu. Fahrzeughalter und Fahrer können durch angepasste Fahrweise und wintertaugliche Ausrüstung die Unfallgefahr reduzieren. Eine bewusste Vorsorge schützt nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch das Portemonnaie. In der Region gilt es, gerade in der kalten Jahreszeit den Sicherheitsabstand zu vergrößern und die Fahrzeugtechnik regelmäßig zu prüfen. Mit der passenden Versicherung und vorausschauendem Verhalten lässt sich das Unfallrisiko deutlich senken.

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