Forschung zur Kommunikation bei Hufeisennasen mit Preis ausgezeichnet

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Hamburg. Fledermäuse zeichnen sich durch ein komplexes Sozialleben aus, das vor allem über ihre Stimme vermittelt wird. Die Verhaltensbiologin Dr. Ahana Aurora Fernandez erforscht im Rahmen ihres neuen Projekts die akustische Entwicklung und Kommunikation der Hufeisennasen. Fledermäuse Kommunikation Forschung steht dabei im Mittelpunkt ihrer Arbeit, die mit 50.000 Euro von der Deutschen Wildtier Stiftung gefördert wird.

Faszination Fledermausstimmen

Dr. Ahana Aurora Fernandez untersucht, wie Fledermäuse ihre vielfältigen Lautäußerungen im Laufe ihres Lebens entwickeln. Seit September 2025 leitet sie an der Universität Münster eine Juniorforschungsgruppe, die sich zunächst auf die neotropische Große Sackflügelfledermaus sowie das heimische Große Mausohr konzentrierte. Nun erweitert sie ihre Studien auf die Familie der Hufeisennasen, zu der sowohl die Kleine Hufeisennase als auch die Große Hufeisennase gehören. Beide Arten stehen in Deutschland unter besonderem Schutz; die Große Hufeisennase gilt als vom Aussterben bedroht.

Untersuchungen in geschützten Quartieren

Für ihre Forschung kooperiert Fernandez mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). In zwei Gebäuden des LBV werden Wochenstuben der Hufeisennasen von Kellerräumen und Dachgewölben aus beobachtet. Dort bringen die Fledermäuse ihre Jungtiere zur Welt. Die Einrichtungen sind mit Video- und Ultraschallmikrofonen ausgestattet, um Lautäußerungen und Verhaltensweisen der Tiere präzise zu dokumentieren und zu analysieren.

„Mithilfe der Kombination aus Video- und Lautaufnahmen können mein Team und ich das Lautrepertoire dieser faszinierenden Fledermausarten beschreiben und gleichzeitig mehr über deren Sozialfunktion erfahren“, sagte Fernandez.

Bedeutung für den Artenschutz

Die Erkenntnisse über die akustische Kommunikation und das Sozialverhalten der Fledermäuse sollen gezielte Schutzmaßnahmen ermöglichen. So könnten beispielsweise Wochenstuben und Balzquartiere besser geschützt werden, um diese bedrohten Arten zu unterstützen. Die Forschungsarbeit betont die Bedeutung einer solchen detaillierten Kenntnis im Rahmen von Naturschutz und Wildtiermanagement.

„Wenn wir das Sozialverhalten von Fledermäusen besser verstehen, können wir gezielte Schutzmaßnahmen entwickeln – etwa an Wochenstuben oder Balzquartieren“, ergänzte Fernandez.

Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt solche Projekte mit ihrem Forschungspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird. Seit 1997 fördert der Preis Forschungsarbeiten, die zum besseren Verständnis heimischer Wildtiere beitragen.

Beispielhafte Bedeutung der Forschung für den Naturschutz wird in der folgenden Betrachtung erläutert.

Forschung zur Fledermäuse Kommunikation: Regionale und praktische Relevanz

Die Ausweitung der Forschung auf Hufeisennasen in Bayern ist für die Region von großer Bedeutung, da diese Arten hier besonders geschützt sind und vom Aussterben bedroht sein können. Die gewonnenen Daten tragen dazu bei, Schutzkonzepte vor Ort zu verbessern und das öffentliche Bewusstsein für den Erhalt dieser Tierarten zu stärken. Für Bürgerinnen und Bürger ergeben sich daraus Impulse für Natur- und Umweltschutz sowie neue Möglichkeiten der Umweltbildung.

In den kommenden Monaten sollen die Untersuchungen fortgesetzt und ausgewertet werden. Die offizielle Preisverleihung findet am 13. Januar 2026 in der Botschaft der Wildtiere in Hamburg statt.

Weitere Informationen zur Deutschen Wildtier Stiftung und deren Forschungspreis finden Sie auf regionalupdate.de. Vertiefende Details zur Gefährdung von Fledermäusen sind auf der Seite der Deutschen Wildtier Stiftung einsehbar.


Faszination Fledermausstimmen


Beispielhafte Bedeutung der Forschung für den Naturschutz wird in der folgenden Betrachtung erläutert.

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