Marietta Slomka über 25 Jahre heute journal und ARD-Vorwürfe

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Hamburg. Marietta Slomka moderiert seit 25 Jahren das ZDF-„heute journal“ und ist für ihre kritischen Interviews mit Politikern bekannt. Die Journalistin spricht im aktuellen Interview über ihre Erfahrungen und die Rolle des öffentlich-rechtlichen Journalismus in Zeiten wachsender Kritik an dessen Parteilichkeit, insbesondere bei der Sendung Marietta Slomka heute journal.

Slomka im Interview mit dem „heute journal“

Marietta Slomka berichtet von einem ihrer prägnantesten Interviews mit Sigmar Gabriel aus dem Jahr 2013, das damals für Schlagzeilen sorgte. Das Gespräch eskalierte, als Gabriel ihr „Quatsch beenden“ entgegnete, nachdem sie die SPD kritisch hinterfragt hatte. Diese Auseinandersetzung wird von Slomka häufig im Internet erwähnt und illustriert die Herausforderungen, denen sich Journalisten bei politischen Interviews stellen müssen.

Kritik und Vorwürfe gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Slomka thematisiert auch die zunehmenden Vorwürfe der Parteilichkeit gegen öffentlich-rechtliche Medien, die häufig aus einem bestimmten politischen Spektrum stammen. Sie erklärt:

„Neu ist, dass systematisch behauptet wird, wir, also der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk, seien parteilich. Dabei fallen auch üble Begriffe wie ‚linksgrünversifft‘.“

Diese Vorwürfe sollen nach Ansicht Slomkas die Glaubwürdigkeit der Sender untergraben, haben bisher aber keinen nachhaltigen Effekt erzielt. Die Journalistin betont, dass solche Angriffe Teil einer Strategie sind, die journalistische Arbeit zu diskreditieren.

Veränderungen im Umgangston gegenüber Journalisten

In den letzten zehn Jahren hat sich laut Slomka die Tonlage gegenüber Journalisten deutlich verschärft. Sie verweist auf ein Beispiel aus dem Jahr 2017, als Alice Weidel eine Wahlsendung verließ und ihr anschließend in sozialen Medien mit aggressiven Kommentaren gedroht wurde. Auch international seien vergleichbare verbale Angriffe auf Medienvertreter zu beobachten, etwa von Donald Trump.

Haltung zu harten Fragen in Interviews

Auf die Frage, ob sie schon einmal das Gefühl hatte, ein Interview sei zu hart gewesen, antwortet Slomka deutlich verneinend. Politiker seien Profis, die belastbare Gespräche gewohnt seien:

„Die Politik ist wirklich ein brutales Geschäft, in dem viele scheitern, insofern sind die Spitzenleute keine zarten Seelen, die wir mit Wattebäuschchen bewerfen müssen.“

Sie sieht ihre Rolle darin, kritisch und sachlich zu bleiben und weist Vorwürfe von Unsachlichkeit zurück.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der Moderation von Marietta Slomka für Hamburg und die Region

Als gebürtige Hamburgerin prägt Marietta Slomka die journalistische Landschaft ihrer Heimatstadt und Deutschlands maßgeblich. Ihre Rolle im „heute journal“ stärkt die Bedeutung Hamburgs als Medienstadt. Für Zuschauerinnen und Zuschauer in der Region bedeutet das eine verlässliche Informationsquelle mit klarer, kritischer Berichterstattung über bundespolitische Themen. Die anstehende Veröffentlichung des ausführlichen Interviews auf hoerzu.de am 15. Januar bietet die Möglichkeit, vertiefte Einblicke in Slomkas journalistische Arbeit zu gewinnen.

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