Deutsche Umwelthilfe deckt Defizite bei Pestizid-Kontrollen auf

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Berlin. Die aktuelle Auswertung der Deutschen Umwelthilfe zeigt bei der Kontrolle Pestizide Deutschland erhebliche Defizite. Viele Bundesländer überwachen landwirtschaftliche Betriebe bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nur unzureichend, obwohl diese Überwachung für Umweltschutz und Gesundheit wichtig ist.

Pestizidkontrolle drastisch: Bundesweite Defizite bei der Überwachung der Pflanzenschutzmittelanwendung

Die Auswertung zum Jahr 2024 stellt fest, dass die Kontrollquoten der landwirtschaftlichen Betriebe bei der Anwendung von Pestiziden in den meisten Bundesländern unter einem Prozent liegen. So kontrollierte Nordrhein-Westfalen nur 0,75 Prozent der Betriebe, Mecklenberg-Vorpommern 0,78 Prozent und Rheinland-Pfalz 0,83 Prozent. Auch Bayern (1,03 Prozent) und Hessen (1,30 Prozent) liegen knapp über dieser Schwelle. Demgegenüber stehen Bremen mit 17,65 Prozent und Hamburg mit 10 Prozent Kontrollquote, die deutlich umfangreicher überprüfen.

Rote, gelbe und grüne Karten für Kontrolldefizite

Die Deutsche Umwelthilfe vergibt auf Grundlage der Kontrollquoten farbige Karten für die Bundesländer. Eine rote Karte erhalten Länder mit weniger als 1,5 Prozent Kontrollquote bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Dazu zählen Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und mehrere weitere Länder. Eine gelbe Karte gibt es für Quoten zwischen 1,5 und 5 Prozent, beispielsweise für Niedersachsen und Sachsen. Die grüne Karte erhielten lediglich Berlin, Hamburg und Bremen mit einer Kontrollquote über 5 Prozent.

Eine höhere Kontrolle der Anwendung ist wichtig, da fehlende Kontrollen zu falschem Einsatz von Pestiziden führen können. Das hat negative Folgen für Böden, Gewässer, die Biodiversität und die menschliche Gesundheit.

Unterschiedliche Kontrolldichte im Handel

Bei der Kontrolle des Pestizidhandels zeigen sich deutlich höhere und variablere Quoten. So wurden in Schleswig-Holstein 57,3 Prozent der Handelshändler überprüft, in Hessen lediglich 9,02 Prozent. Die Handelskontrollen prüfen, ob verbotene Mittel verkauft werden oder der Zugang zu bestimmten Pestiziden nur befugten Personen gestattet ist.

„Wenn in manchen Bundesländern weniger als jeder hundertste Betrieb kontrolliert wird, ist das kein Vollzug, sondern Wegschauen“, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Er fordert bundesweit verbindliche Mindestkontrollquoten und einen einheitlichen Vollzug im Pflanzenschutzrecht.

  • Einige Bundesländer kontrollieren weniger als 1 Prozent der Betriebe bei der Anwendung.
  • Stadtstaaten kontrollieren deutlich mehr und zeigen, dass es besser gehen kann.
  • Fehlende Kontrollen gefährden Umweltschutz und Gesundheit.

Mehr Details zu den Kontrollquoten und der Länderbewertung finden Interessierte auf der Website der Deutschen Umwelthilfe unter DUH-Kontrollquoten Übersicht.

Beispiel: Für weiterführende Informationen zur Pestizidregulierung bietet auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine fundierte Übersicht. BVL

Kontrollpflichten bei Pestiziden im Fokus

Die Problematik der mangelnden Kontrolle Pestizide Deutschland ist regional unterschiedlich ausgeprägt. Während Stadtstaaten europaweit vergleichbar hohe Kontrolldichten aufweisen, sind viele Flächenländer unterpräsentiert. Für betroffene Landwirtschaftsbetriebe bedeutet das eine geringe Prüfungswahrscheinlichkeit und damit eingeschränkte Rechtssicherheit. Für Verbraucherinnen und Bürger der Region bleibt unklar, ob die gesetzlichen Auflagen beim Pestizideinsatz eingehalten werden.

Neben der Forderung der DUH nach einer verbindlichen Mindestkontrollquote und bundesweit einheitlichen Vorgaben im Pflanzenschutzgesetz werden auch schnellere, transparente Veröffentlichungen der Kontrollzahlen empfohlen. Damit könnte das Vertrauen in die Überwachung gesteigert werden und Fehlanwendungen verringert werden.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Einordnung und Ausblick

Für die Region bedeutet die unzureichende Pestizidkontrolle eine potenzielle Gefährdung von Ökosystemen und der lokalen Trinkwasserqualität. Zukunftsorientierte Maßnahmen zur Stärkung der Kontrollmechanismen können helfen, langfristige Umweltschäden zu reduzieren. Bürgerinnen und Bürger profitieren von verstärktem Schutz der Biodiversität und besserer Lebensqualität.

Die Bundesländer müssen ihre Kontrollpflichten konsequent erfüllen und mehr Kontrollen vor Ort durchführen. Zudem sind weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern geplant, um verbindliche Mindestquoten gesetzlich zu verankern. Die Umsetzung entsprechender Maßnahmen wird in den kommenden Jahren regelmäßig überprüft.

Weitere Informationen und laufende Entwicklungen zu Umwelt- und Verbraucherschutz aus der Region bietet regionalupdate.de.

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