Online-Fortbildung stärkt Medienkompetenz gegen Desinformation

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Berlin. Die Bedeutung von Medienkompetenz Feuerwehr Desinformation wächst stetig, denn auch Einsatzkräfte sind zunehmend Ziel von digitalen Falschinformationen. In einer Online-Fortbildung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) erhielten mehr als 400 Feuerwehrangehörige umfassende Einblicke in Mechanismen von Desinformation sowie Strategien zur Erkennung von Fake News.

Fake News erkennen 

Die Online-Veranstaltung „DFV direkt“ vermittelte anhand anschaulicher Beispiele, wie Fake News funktionieren und warum gerade die Feuerwehr Zielscheibe falscher Informationen wird. Die Journalistinnen Lara Grewe und Marlene Obst vom Medienhaus CORRECTIV erklärten, dass Emotionen, Wiederholungen und bestätigte Vorurteile den Glauben an Falschmeldungen fördern. Solche Nachrichten untergraben das Vertrauen in Feuerwehr und Gesellschaft, können sogar Einsätze behindern.

Merkmale von Desinformation

Fake News zeichnen sich oft durch klare, einfache Aussagen, emotionale Sprache und polarisierende Inhalte aus. Die Referentinnen empfahlen, beim Lesen folgende Kriterien anzuwenden: Werden Quellen genannt? Sind diese glaubwürdig? Gibt es Hinweise auf ein Feindbild oder extremistische Argumentationen?

Praktische Hilfen zum Faktencheck

Zur Kontrolle rieten die Experten zu Recherchen in anerkannten Medien und auf offiziellen Behördenseiten. Manipulationen in Fotos lassen sich durch Details wie unnatürliche Bewegungen oder Fehler in Bildobjekten erkennen. Auch die Rückwärtssuche von Bildern hilft, den Ursprung und den Kontext zu verifizieren. Zudem sei es wichtig, irreführende Inhalte über die Meldefunktionen der Plattformen zu melden.

„Was einmal in der Welt ist, lässt sich nur schwer wieder einfangen“, betonten Grewe und Obst.

Außerdem sensibilisierten die Referentinnen für die Grenzen von Chatbot-Technologien wie ChatGPT, die keine Wahrheitsprüfung, sondern nur Sprachprognosen leisten.

Aus der Veranstaltung ging hervor, dass das ab Januar 2025 startende Projekt „Brandherd Desinformation“ der Deutschen Jugendfeuerwehr junge Menschen in der Quellenprüfung stärken will. In sieben Jugendfeuerwehren werden Workshops angeboten, um Nachrichtenkompetenz praxisnah zu vermitteln. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert das Vorhaben.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Medienkompetenz in der Feuerwehr: Regionale Bedeutung und Ausblick

Die stetig steigende Nutzung sozialer Medien durch alle Altersgruppen macht die Vermittlung von Medienkompetenz für Einsatzkräfte in der Region unverzichtbar. Digitale Falschinformationen können nicht nur die öffentliche Wahrnehmung der Feuerwehr beeinträchtigen, sondern auch praktische Abläufe bei Einsätzen stören. Durch gezielte Fortbildungen, wie sie der Deutsche Feuerwehrverband anbietet, erhalten Feuerwehrangehörige Kenntnisse, um Fake News zu erkennen und sachlich darauf zu reagieren.

Für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bedeutet das auch mehr Sicherheit und Vertrauen in ihre Einsatzkräfte. Ergänzend zu den bundesweiten Initiativen könnten lokal angepasste Workshops die Vernetzung von Feuerwehr und Bevölkerung stärken. Interessierte Feuerwehrleute können sich kostenlos für die kostenlosen Online-Fortbildungen auf der Webseite des DFV anmelden und erhalten ein Teilnahmezertifikat.

Weitere Informationen zum Umgang mit Desinformation und Unterstützungsmöglichkeiten finden sich auf der Seite des Deutschen Feuerwehrverbands www.feuerwehrverband.de sowie beim Projekt „Brandherd Desinformation“ https://reporter4you.de/brandherd-desinformation/.

Für zusätzliche Hinweise zur Medienkompetenz empfiehlt die Bundesregierung ihre Angebote zur digitalen Bildung auf www.bmfsfj.de.

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