Berlin. Die Bundesregierung und die EU-Kommission haben sich auf Eckpunkte für eine neue Kraftwerksstrategie geeinigt. Mit dieser Kraftwerksstrategie Versorgungssicherheit Deutschland wird der Ausbau steuerbarer und erneuerbarer Energiequellen vorangetrieben, um die langfristige Stromversorgung zu stabilisieren.
Sicheres Energiesystem jetzt
Die Einigung zwischen Berlin und Brüssel markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungssicherheit. Kernpunkt der Kraftwerksstrategie ist die Einführung technologieoffener Ausschreibungen für Neu- und Bestandsanlagen in den Jahren 2027 und 2029, welche auf das Zieljahr 2031 ausgerichtet sind. Dadurch soll eine gesicherte Leistung von insgesamt 22 Gigawatt erreicht werden.
Diese Ausschreibungen adressieren insbesondere den Bedarf an steuerbarer Leistung und setzen gleichzeitig Anreize für den Umstieg auf Wasserstoff in Gaskraftwerken. Ab 2027 sollen dafür gesonderte Ausschreibungen starten, um das Investitionsrisiko für Unternehmen zu reduzieren. Die Bundesnetzagentur bestätigte in ihrem Bericht von September 2025 die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen.
Ziele der Kraftwerksstrategie
- Ausbau von zehn Gigawatt an Neubau mit langfristiger Kapazität bis 2031
- Ergänzung durch zwei Gigawatt technologieoffene gesicherte Leistung
- Förderung von Flexibilitäten und Speichern
- Integration von Biogas-, KWK- und Wasserkraftanlagen
Diese breite technologieneutrale Ausrichtung soll den Netzausbau sinnvoll ergänzen und den Kohleausstieg durch nachhaltige Alternativen begleiten.
Bedeutung eines Kapazitätsmarktes
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird aufgefordert, schnell ein einfaches, technologieoffenes Modell für einen Kapazitätsmarkt ab 2032 einzuführen. Ein solcher Markt soll den Bau weiterer Kapazitäten stimulieren und die bestehende Steuerbarkeit, etwa durch Biogasanlagen oder Kraft-Wärme-Kopplung, einbeziehen.
„Die Festlegung des Absicherungsniveaus der Versorgungssicherheit liegt in staatlicher Verantwortung und es müssen alle Technologien einbezogen werden“, erklärte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
Zeitplan und Investitionssicherheit
Für den Erfolg der Kraftwerksstrategie ist ein zügiges Gesetzgebungsverfahren entscheidend. Die Bundesregierung muss das Gesetz möglichst noch vor dem Sommer durch den Bundestag bringen, um dann die abschließende Genehmigung durch die EU-Kommission und die Ausschreibungen durch die Bundesnetzagentur schnell zu ermöglichen.
Die Energiewirtschaft ist bereit, unmittelbar mit dem Bau der erforderlichen Anlagen zu beginnen. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten für den Bau von Kraftwerken von rund fünf Jahren ist schnelle Planung und Umsetzung essenziell. Besonders wichtig ist der rasche Bau von H2-ready Gaskraftwerken, um den Kohleausstieg bis 2038 abzusichern.
Weitere Informationen zur Energiepolitik und Versorgungssicherheit finden Sie bei regionalupdate.de sowie auf den Seiten der Bundesnetzagentur.
Abschluss: Bedeutung für Deutschland
Die Kraftwerksstrategie Versorgungssicherheit Deutschland ist ein zentraler Baustein für ein stabiles Energiesystem der Zukunft. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies eine sichere Stromversorgung trotz des Ausstiegs aus fossilen Energieträgern. Unternehmen erhalten durch klare Rahmenbedingungen und Ausschreibungen Planungssicherheit für Investitionen in neue Technologien.
Die nächsten Monate sind entscheidend, damit die Bundesregierung das geplante Gesetz verabschiedet und die Energiewirtschaft zeitnah mit dem Neubau beginnen kann. So kann auf dem Weg zu einem klimafreundlichen und zuverlässigen Energiesystem keine Zeit mehr verloren werden.

