BDEW kommentiert EU Digital Networks Act für Glasfaserausbau

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Berlin. Die EU-Kommission hat den Entwurf für den Digital Networks Act (DNA) vorgestellt, der die Migration von Kupfer- zu Glasfasernetzen europaweit fördern soll. Die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, betont die Bedeutung dieses Gesetzes für den Ausbau moderner Telekommunikationsinfrastruktur und den Schutz bestehender Investitionen.

Neuer Digital Networks Act: Wichtige Impulse für den Glasfaserausbau

Ziele des Digital Networks Act

Der Digital Networks Act zielt darauf ab, den europäischen Telekommunikationsbinnenmarkt zu harmonisieren und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu stärken. Im Mittelpunkt steht die schrittweise Ablösung veralteter Kupferleitungen durch moderne Glasfasernetze. Die EU-Kommission fordert, dass die Mitgliedstaaten nationale Konzepte zur Migration entwickeln, die klare Kriterien für eine geregelte Kupferabschaltung enthalten und eine flächendeckende Internetversorgung sicherstellen.

Auswirkungen auf Deutschland

Für Deutschland betont der BDEW die Notwendigkeit eines effektiven Ordnungsrahmens, der sowohl fairen Wettbewerb gewährleistet als auch Investitionen in den Glasfaserausbau schützt. Die Vorsitzende Kerstin Andreae weist darauf hin, dass verpflichtende Zugangsauflagen für eigenfinanzierte passive Infrastruktur vermieden werden sollten. Zudem soll die nationale Flexibilität erhalten bleiben, insbesondere bei etablierten Open-Access-Modellen, um die individuellen Branchenbedingungen zu berücksichtigen.

„Der Digital Networks Act setzt einen wichtigen Impuls für den Übergang von veralteten Kupfer- zu modernen Glasfasernetzen“, sagte Kerstin Andreae.

Bedeutung des Digital Networks Act für den Telekommunikationsmarkt

Rechtlicher Rahmen und Wettbewerbsregeln

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Unternehmen mit besonderer Marktmacht weiterhin reguliert werden, erhält aber gleichzeitig neue Instrumente für den Netzzugang. Dies soll sicherstellen, dass die Abschaltung alter Kupfernetze diskriminierungsfrei erfolgt und keine Monopole entstehen. Der BDEW fordert, dass alle Maßnahmen verhältnismäßig sind und nationale Besonderheiten ausreichend berücksichtigt werden.

Investitionsanreize und Netzausbau

Der Digital Networks Act soll Investitionsanreize nicht gefährden. Bereits getätigte Investitionen müssen erhalten bleiben, damit Netzbetreiber weiterhin in den Ausbau leistungsfähiger Glasfasernetze investieren können. Dies ist wichtig, um die Energieversorgung und andere kritische Infrastrukturen sicher zu steuern.

Fazit und Ausblick

Der Digital Networks Act legt den Grundstein für eine moderne digitale Infrastruktur in Europa. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies perspektivisch eine bessere und leistungsfähigere Internetversorgung. Die Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, sind nun gefordert, ihre nationalen Migrationskonzepte zu erstellen und dabei die im Gesetz vorgegebenen Kriterien zu erfüllen. Der Fokus liegt dabei auf einem fairen Wettbewerb und der Absicherung bereits geleisteter Investitionen. Weitere Informationen zum Digital Networks Act und dessen Auswirkungen auf Deutschland finden Interessierte auf regionalupdate.de und auf der offiziellen Seite der EU-Kommission.

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