Berlin. Die anhaltende Bildungskrise im Sudan durch den Krieg seit April 2023 trifft rund acht Millionen Kinder und verursacht fast 500 ausgefallene Unterrichtstage. Die Bildungskrise Sudan Krieg zwingt zahlreiche Schulen zur Schließung, wodurch drei Viertel aller schulfähigen Kinder im Land aktuell nicht zur Schule gehen.
Kinder kämpfen für Bildung
Im Sudan hat der Krieg eine schwere humanitäre und bildungspolitische Krise ausgelöst. Laut Save the Children blieben seit Kriegsbeginn im April 2023 bis Ende Januar 2024 insgesamt 484 Unterrichtstage aus. Der Bundesstaat Nord-Darfur ist am stärksten betroffen, mit nur etwa drei Prozent der Schulen in Betrieb. Weitere Bundesstaaten wie Süd-Darfur und West-Kordofan verzeichnen ebenfalls drastische Schulschließungen.
Schulausfall und Auswirkungen
Der Krieg führte dazu, dass viele Schulen beschädigt, geschlossen oder als Notunterkünfte genutzt werden. Lehrkräfte erhalten oft keine Gehälter mehr, was die Unterrichtsqualität und die Stabilität der Bildungsangebote stark beeinträchtigt. Insgesamt sind drei Viertel der 17 Millionen schulfähigen Kinder im Sudan ohne Zugang zum regulären Unterricht.
Bildungsprogramme von Save the Children
Save the Children betreibt aktuell Bildungsprogramme in neun der 18 Bundesstaaten des Sudan und unterstützt rund 400 Schulen. Diese Projekte umfassen die Bereitstellung von Schulmaterialien, Schulmahlzeiten, die Renovierung von Schulgebäuden, sowie die Ausbildung und Bezahlung von Lehrkräften. Die Organisation fordert mehr finanzielle Mittel, um den Zugang zu sicherem und qualitativ hochwertigem Unterricht zu gewährleisten.
„Kinder, die vor der unvorstellbaren Gewalt im Sudan geflohen sind, brauchen nicht nur Sicherheit – sie brauchen die Chance zu lernen, Hoffnung zu schöpfen und sich ein Leben aufzubauen“, sagte Inger Ashing, Geschäftsführerin von Save the Children International.
- 484 Unterrichtstage fielen wegen des Krieges seit April 2023 aus
- Drei Viertel der 17 Millionen schulfähigen Kinder gehen nicht zur Schule
- Nur wenige Prozent der Schulen sind in besonders betroffenen Regionen geöffnet
Bildung ist der Schlüssel, um Kinder vor Ausbeutung und Kinderehe zu schützen und eine friedliche Zukunft zu fördern.
Beachten Sie weitere Informationen auf der Webseite von Save the Children und zum Sudan Education Cluster auf educationcluster.net.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bildung im Sudan: Herausforderungen und Perspektiven
Die Bildungskrise im Sudan hat große Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies einen enormen Rückschlag bei der Zukunftssicherung ihrer Kinder. Die Organisation Save the Children hat im Sudan eine langjährige Präsenz und arbeitet neben Bildung auch in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Kinderschutz.
Um die Krise zu überwinden, sind breite Investitionen und internationale Unterstützung notwendig. Geplante Maßnahmen umfassen die Renovierung von Schulen, die Sicherstellung von Lehrergehältern sowie die Versorgung von Schülern mit notwendigen Materialien. Nur durch solche Schritte kann die Bildung im Sudan wieder stabilisiert und Kindern eine Perspektive auf Wachstum und Frieden gegeben werden.
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