Bonn. Bildung geflüchtete Kinder sind ein zentrales Thema angesichts der globalen Fluchtkrisen. Die UNO-Flüchtlingshilfe weist zum Internationalen Tag der Bildung darauf hin, dass fast die Hälfte der schulpflichtigen geflüchteten Kinder weltweit keinen Zugang zum Unterricht erhält.
Bildung für Geflüchtete
Zugang zu Bildung für geflüchtete Kinder weltweit
Weltweit sind 41 Prozent aller Geflüchteten minderjährig, davon rund 12,4 Millionen im schulpflichtigen Alter. Die Zahlen der Bildungsbeteiligung unter diesen Kindern sind deutlich niedriger als im globalen Durchschnitt. Zwar besuchen über 90 Prozent der Kinder ohne Fluchterfahrung die Grundschule, doch nur 67 Prozent der geflüchteten Kinder haben diesen Zugang. Der Unterschied wird in höheren Bildungsstufen noch gravierender: Während über 80 Prozent der Kinder weltweit eine weiterführende Schule besuchen, sind es bei Flüchtlingen nur 37 Prozent.
Fördersysteme und Stipendienprogramme
Ein positiver Ansatz zeigt sich beim Zugang zur Hochschulbildung: Weltweit haben über 40 Prozent der jungen Menschen die Möglichkeit, zu studieren, aber lediglich 9 Prozent der Geflüchteten können diesen Schritt gehen. Die Bundesregierung unterstützt seit 1992 mit dem Programm der Deutschen Akademischen Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) begabte Geflüchtete mit Stipendien für ein Bachelorstudium im Aufnahmeland. Dieses Programm wird vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) umgesetzt und durch Spenden über die UNO-Flüchtlingshilfe gefördert.
„Bildung schützt, stärkt und befähigt. Für geflüchtete Menschen ist Bildung oft der entscheidende Schritt aus Abhängigkeit und Unsicherheit hin zu Selbstbestimmung – und der Schlüssel zu einer eigenen Zukunft“, sagte Ricarda Brandts, Vorstandsvorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe.
- 41 Prozent aller Geflüchteten sind minderjährig
- Rund 5,7 Millionen junge Geflüchtete können keine Schule besuchen
- Nur 67 Prozent der geflüchteten Kinder erhalten Grundschulbildung
- 37 Prozent der Flüchtlingskinder besuchen weiterführende Schulen
- 9 Prozent der Geflüchteten erhalten Hochschulzugang
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bildung als Schlüssel für Integration und Zukunft
Die unzureichenden Bildungschancen für geflüchtete Kinder und Jugendliche stellen eine Herausforderung für die Integration und berufliche Zukunft der Betroffenen in Deutschland und weltweit dar. Bildung stärkt nicht nur individuelle Fähigkeiten, sondern unterstützt auch gesellschaftliche Teilhabe und kann langfristig die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung reduzieren. Lokale und nationale Programme, wie das DAFI-Stipendienprogramm, bieten Hoffnung auf bessere Aussichten. Für Bürgerinnen und Bürger vor Ort bedeutet dies zugleich eine Chance, durch gezielte Unterstützung einen Beitrag zur Integration zu leisten und die nächsten Generationen auf einem stabilen Fundament zu fördern.
Mehr Informationen zum Thema Bildung von geflüchteten Kindern finden Sie bei der UNO-Flüchtlingshilfe, ergänzend bietet die UNHCR-Website offizielle Daten und weiterführende Informationen.
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