Windchill: Minus fünf Grad fühlen sich wie minus 20 an

Anzeige

München. Dermatologin Sophie Müller-Wiefel weist auf die besonderen Herausforderungen für die Haut bei kalten Wintertemperaturen hin. Die Fokus-Keyphrase winter hautschutz tipps zeigt, wie man Hautschäden durch Frost und Wind vermeiden kann.

Kälte richtig schützen: winter hautschutz tipps

Der sogenannte Windchill-Effekt verstärkt das Kälteempfinden deutlich. Bereits bei minus 5 Grad Celsius und Wind fühlt sich die Haut so an, als wäre sie bei minus 20 Grad ausgesetzt. Dies erzeugt nicht nur ein unangenehmes Kältegefühl, sondern kann sowohl kurzfristige als auch dauerhafte Hautschäden verursachen.

Die Dermatologin erklärt, dass die Kälte die Talgproduktion verringert, die Durchblutung und den Zellstoffwechsel stört und dadurch zu trockener, rauer Haut und sogar Erfrierungen führen kann. Die Schwere der Hautschäden steigt mit abnehmenden Temperaturen von ersten Reizungen bis zu gefährlichen Zuständen wie Blasenbildung oder Gewebeabsterben.

Drei Temperaturbereiche und ihre Hautfolgen

  • Von 8 bis 0 Grad Celsius reduzieren sich die Talgdrüsen, was die Hautbarriere schwächt und zu Trockenheit sowie Reizungen führt.
  • Zwischen minus 10 und minus 5 Grad verschlechtert sich die Hautdurchblutung deutlich, es entstehen Mikrorisse, die sich entzünden können.
  • Unter minus 20 Grad drohen Erfrierungen ersten bis vierten Grades, die von Rötungen bis zu Gewebeschäden und Gliedverlust führen.

Häufige Fehler bei Hautpflege im Winter

Zu heiße Duschen, zu häufige und aggressive Reinigung, ungeschütztes Verweilen im Wind, das häufige Lecken der Lippen und das späte oder falsche Eincremen sind typische „Winter-Todsünden“ für die Haut. Besonders kritisch sind Feuchtigkeitslotionen ohne schützende Fettschicht, die bei Kälte zu zusätzlichem Feuchtigkeitsverlust führen können. Auch zu enge Handschuhe sollten vermieden werden, da sie keinen wärmenden Luftpolster bilden.

„Viele unterschätzen, dass die aktuellen Frostgrade eine Extrembelastung für die Haut sind“, sagte Sophie Müller-Wiefel von PRIDE SKIN.

Praktische winter hautschutz tipps für die Hautpflege

  • 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien eine fetthaltige Windschutzcreme verwenden.
  • Mehrlagige, atmungsaktive Kleidung bevorzugen, die Feuchtigkeit ableitet.
  • Gefütterte Handschuhe, Mütze und gegebenenfalls eine Gesichtsmaske tragen.
  • Nach dem Aufenthalt in der Kälte langsam aufwärmen und die Haut mit regenerierenden Cremes pflegen.
  • Bei Hautveränderungen wie Rötungen oder Blasen medizinischen Rat einholen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für München und Umgebung

In Regionen mit kalten Wintern, wie München und Umgebung, sind die winter hautschutz tipps besonders relevant. Viele Bürgerinnen und Bürger sind im Winter aktiv im Freien unterwegs und sollten die beschriebenen Schutzmaßnahmen kennen und anwenden. Die empfohlenen Pflegesysteme und Kleidungsempfehlungen verbessern den Hautschutz und reduzieren das Risiko von Kälteschäden erheblich.

Praxis PRIDE SKIN und weitere dermatologische Einrichtungen empfehlen, die Hautaufklärung auch lokal weiter zu verbreiten. Angesichts der starken Temperaturschwankungen und des Windchills bleibt die konsequente Prävention eine der wichtigsten Maßnahmen. Weitere Informationen zu Hautgesundheit im Winter finden Interessierte auf der Seite von regionalupdate.de sowie bei der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.

Zusätzlich sind sportliche Freizeitaktivitäten bei Kälte mit geeigneter Ausrüstung und Schutzcremes sicherer zu gestalten. Die nächsten Monate bieten reichlich Gelegenheit, das eigene Wissen umzusetzen und Hautschäden vorzubeugen.


Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel