Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert zum geplanten Eckpunktepapier für die Novelle des Baugesetzbuches einen grundlegenden Wandel: Das Baugesetzbuch umbauen Klimaschutz stärker berücksichtigen, Innenentwicklung priorisieren und den Ressourcenschutz verbindlich verankern. Neubau auf der grünen Wiese soll nicht mehr Vorrang haben.
Neues Baugesetz jetzt – das Baugesetzbuch umbauen Klimaschutz einbeziehen
Die DUH kritisiert, dass bisher das Baugesetzbuch einen zu starken Fokus auf Neubauten hat. Stattdessen müssten Umbau, Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude gefördert werden. Dies wird als schneller, günstiger und sozial verträglicherer Weg zu neuem Wohnraum beschrieben. Innenentwicklung soll verbindlich zur Pflicht werden, damit Flächenverbrauch und Bodenversiegelung deutlich reduziert werden. Das schafft Grundlagen für lebenswerte und klimaresiliente Städte.
Priorität für Innenentwicklung und Ressourcenschutz
Die Umweltorganisation fordert, Abrisse zu begrenzen und Ressourcenschutz als gleichrangigen Leitgrundsatz im Baugesetzbuch zu verankern. Kommunen sollen mit rechtlichen Instrumenten ausgestattet werden, um Flächenverbrauch zu steuern und die Anpassung an den Klimawandel umzusetzen. Damit könnten Städte Flächen effektiv schützen und nachhaltiger gestalten.
Umwelt- und Beteiligungsstandards erhalten
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, betont, dass Beschleunigungen im Bauverfahren nicht zu Lasten von Klima, Gesundheit und demokratischer Mitwirkung gehen dürfen.
„Eine weitere Absenkung von Umwelt- und Beteiligungsstandards darf es nicht geben“, sagte sie.
Beschleunigungen müssten mit dem Schutz der Umwelt und der Bürgerbeteiligung vereinbar sein, um eine nachhaltige Stadtentwicklung zu sichern.
Bevorstehende Änderungen am Baugesetzbuch könnten wegweisend für die Entwicklung unserer Städte sein.
Regionale Bedeutung und Ausblick
Für Menschen in der Region bedeutet dies, dass künftig weniger neue Siedlungsflächen auf der grünen Wiese entstehen könnten. Stattdessen wird das bestehende Stadtbild durch Sanierung und Umbau aufgewertet und an den Klimawandel angepasst. Die geplante Reform soll Kommunen stärken und deren Planungsinstrumente ausbauen. Dies könnte langfristig zu bezahlbarem Wohnraum führen und gleichzeitig Umweltbelastungen durch Flächenverbrauch und Versiegelung reduzieren.
Die Novelle des Baugesetzbuches wird voraussichtlich in den kommenden Monaten diskutiert. Bürgerinnen und Bürger können sich über die Entwicklungen bei regionalupdate.de informieren. Ausführliche Informationen zur Forderungspapier der DUH sind unter Deutsche Umwelthilfe abrufbar. Eine offizielle Übersicht zum Baugesetzbuch bietet das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: BMI Baugesetzbuch.
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