Nürnberg. Eine breite Zustimmung Mietpreisbremse zeigt die aktuelle Studie „Wohnraummangel-Barometer 2025“ des Immobilienportals immowelt. Demnach befürworten acht von zehn Bundesbürgern die Verlängerung der Mietpreisbremse bis zum Jahr 2029, obwohl auch negative Auswirkungen der Regelung erkannt werden.
Mietpreisbremse im Fokus
Die Verlängerung der Mietpreisbremse bis Ende 2029 ist eine klare Reaktion der Bundesregierung auf die angespannte Wohnsituation in Deutschland. Rund 85 Prozent der Mieter und 76 Prozent der Vermieter unterstützen das Gesetz, das vor allem den Schutz von Mietern vor überhöhten Mieten gewährleisten soll. Damit macht die Studie deutlich, dass das Thema Mieterschutz in der Bevölkerung breit akzeptiert wird.
Zustimmung in der Bevölkerung und bei Vermietern
Die breite Zustimmung Mietpreisbremse wird sowohl bei den Mietern als auch bei den Vermietern sichtbar. Während die meisten Mieter die verlängerte Mietpreisbremse als wichtigen Schutz empfinden, erkennen auch viele Vermieter die Notwendigkeit der gesetzlichen Regelung an.
„Die Mietpreisbremse hat eine dämpfende Wirkung auf den Mietmarkt. Sie bekämpft aber nur Symptome und nicht die Ursache. Das Grundproblem ist fehlender Wohnraum und wird sich langfristig nur durch Neubau lösen lassen“, sagte Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer von immowelt.
Forderungen nach strengeren Sanktionen und Regulierung
Neben der breiten Unterstützung für die Mietpreisbremse sprechen sich 81 Prozent der Befragten für härtere Sanktionen bei überhöhten Mieten aus. Besonders Mieter (86 Prozent) und auch eine Mehrheit der Vermieter (76 Prozent) befürworten strengere Strafen für Verstöße gegen die Mietpreisregeln. Darüber hinaus plädieren 75 Prozent der Befragten für gesetzliche Begrenzungen von Indexmieten. Zudem wünschen sich 71 Prozent eine stärkere Regulierung von Kurzzeitvermietungen und möblierten Wohnungen.
Viele Befragte sehen auch Potenziale in positiven Anreizen: 83 Prozent finden steuerliche Belohnungen für Vermieter angemessen, die günstigen Wohnraum anbieten.
Vorbehalte gegenüber möglichen Nachteilen
Trotz der großen Zustimmung zur Mietpreisbremse gibt es auch Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen. 66 Prozent der Deutschen befürchten, dass das Gesetz Modernisierungen erschwert. Weiterhin erwarten 55 Prozent geringere Renditen bei Neuvermietungen und 53 Prozent weniger Planungssicherheit für Vermieter.
- 66 Prozent befürchten Hemmnisse für Modernisierungen
- 55 Prozent erwarten niedrigere Renditen
- 53 Prozent sehen weniger Planungssicherheit
Nähere Ergebnisse der Studie können hier als PDF heruntergeladen werden.
Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Mietpreisbremse: Bedeutung für die Region und Ausblick
Die breite Zustimmung Mietpreisbremse spiegelt das grundsätzliche Bedürfnis nach bezahlbarem Wohnraum auch hier in der Region wider. Für Mieter bedeutet dies, dass sie in den nächsten Jahren weiterhin vor besonders starken Mietsteigerungen geschützt sind. Für Vermieter und Investoren zeigt die Studie, dass neben gesetzlichen Regelungen auch positive Anreize wichtig sind, um Modernisierungen und Neubauten zu fördern.
Die Bundesregierung plant, mit dem Mietrecht II die Mietpreisbremse zu verschärfen und Schlupflöcher zu schließen sowie stärkere Sanktionen einzuführen. Diese Maßnahmen sollen bis zur nächsten Legislaturperiode umgesetzt werden.
Weitere Informationen zu regionalen Wohnmarktthemen finden Sie auf regionalupdate.de. Ergänzend bietet das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen umfangreiche Informationen zum Mietrecht unter www.bmwsb.bund.de.

