Wiesbaden. Zum 31. Dezember 2024 verzeichnete das Gesundheitswesen in Deutschland einen Beschäftigungsanstieg. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 102 000 Personen auf knapp 6,2 Millionen – damit sind mehr Beschäftigte Gesundheitswesen als im Vorjahr registriert.
Gesundheitswesen wächst
Der Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen 2024 zeigte deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren. Vor allem (teil-)stationäre Einrichtungen profitieren von der Personalsteigerung. Dort erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden um 64 000 Personen, das entspricht einem Wachstum von 3,0 Prozent. Krankenhäuser verzeichneten einen Anstieg um 38 000 Beschäftigte, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen um 5 000, und die (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um 21 000 Personen.
Im ambulanten Bereich war die Zunahme mit 32 000 Personen oder 1,3 Prozent moderater. Hier gab es Beschäftigungszuwächse vor allem in der ambulanten Pflege (+11 000), in Praxen medizinischer Berufe wie Physio- und Ergotherapie (+14 000) sowie in Arzt- und Zahnarztpraxen (jeweils +4 000). Die Personalzahl in Apotheken und im Einzelhandel mit medizinischen Artikeln blieb hingegen stabil.
Pflegekräfte und Pflegehelferinnen: Unterschiedliche Wachstumsraten
Die Zahl der Pflegekräfte stieg insgesamt um 49 000 oder 3,4 Prozent gegenüber 2023. Dabei erhöhte sich die Anzahl der Pflegehelferinnen und -helfer mit 5,2 Prozent stärker als die der examinierten Pflegekräfte, die um 2,6 Prozent zunahmen. Insgesamt arbeiten nun rund 485 000 Pflegehelferinnen und -helfer sowie etwa 1 Million examinierte Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen sowie im ambulanten Pflegebereich.
Vollzeitäquivalente steigen ebenfalls
Auch bei den Vollzeitäquivalenten – der auf volle Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten – gab es einen Zuwachs. Ende 2024 lag deren Zahl bei gut 4,4 Millionen und stieg um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wachstumsraten seit der Corona-Pandemie sind damit wieder über der Ein-Prozent-Marke.
„Seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie im Jahr 2021 ist das Personal im Gesundheitswesen 2024 erstmals wieder um mehr als ein Prozent gewachsen“, so das Statistische Bundesamt.
Für detaillierte Daten zur Entwicklung empfiehlt sich ein Blick in die Datenbank GENESIS-Online oder die Themenseite „Gesundheitspersonal“ des Statistischen Bundesamtes.
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Weitere amtliche Informationen sind abrufbar unter Statistisches Bundesamt – Gesundheitspersonal.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Beschäftigungswachstum im Gesundheitswesen: Bedeutung für die Region
Der Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen betrifft auch regional zahlreiche Einrichtungen und Fachkräfte. Mehr Mitarbeitende in Kliniken, Pflege- und Reha-Einrichtungen können die Versorgungssituation in Gemeinden verbessern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies bessere Zugänglichkeit zu Gesundheitsdienstleistungen sowie potenziell kürzere Wartezeiten. Insbesondere die Zunahme bei Pflegehelferinnen und -helfern stellt eine wichtige Ergänzung zum examinierten Pflegepersonal dar. Regionale Träger und Einrichtungen können so auf demografische Herausforderungen reagieren.
Zukünftig ist mit weiteren Personalentwicklungen zu rechnen, die auf die steigende Nachfrage in der Gesundheitsversorgung eingehen. Aktuelle Zahlen und Trends informieren dabei auch lokale Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit.
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