Momina (r.) hat gelernt, wie wichtig Hygiene ist, um ein Wiederauftreten und die Ausbreitung von Trachom zu verhindern. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/37342 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Bis 2030: Trachom weltweit besiegen

Bensheim. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat sich zum Ziel gesetzt, Trachom weltweit besiegen – bis zum Jahr 2030 soll die bakterielle Augenerkrankung kein Risiko mehr darstellen. Weltweit leiden noch immer etwa 1,9 Millionen Menschen an den Spätfolgen der Krankheit, die vor allem in abgelegenen Regionen verbreitet ist.

Triachom endlich besiegt

Trachom ist eine der sogenannten vernachlässigten Tropenkrankheiten, die besonders Menschen in Regionen mit schlechten Hygienebedingungen betrifft. Die Infektion wird vor allem durch direkten Kontakt oder über Fliegen und gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher übertragen. Besonders gefährdet sind enge Familienkontakte, weil Mütter die Krankheit oft an ihre Kinder weitergeben. Die Erkrankung führt unbehandelt zu Narbenbildung am Augenlid, sodass die Wimpern in das Auge wachsen und auf der Hornhaut scheuern, was Schmerzen und letztlich Erblindung verursachen kann.

Erfolgsgeschichten aus Afrika

Die CBM hat in mehreren Ländern Erfolge erzielt. So konnte in Burundi, wo seit 2007 über eine Million Menschen mit Medikamenten versorgt und medizinisches Personal geschult wurde, das Trachom als endemische Krankheit beseitigt werden. Am 30. Januar, dem Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten, feiert das ostafrikanische Land diesen wichtigen Gesundheitserfolg. Auch in Ägypten und Pakistan trug die CBM wesentlich zum Erfolg bei.

„Ich bin so glücklich“, sagte Momina aus Äthiopien nach einer Augenoperation, „noch glücklicher als darüber, die Schmerzen losgeworden zu sein, ist sie, dass sie ihre Kinder nicht angesteckt hat.“

Dringender Handlungsbedarf bleibt

Während rund 30 Länder Trachom bereits besiegen konnten, sind noch viele Regionen betroffen. Besonders hoch ist die Anzahl der Erkrankten in Äthiopien: 64 Prozent der globalen Trachomfälle entfallen auf das Land, in dem 66 Millionen Menschen weiterhin ein Infektionsrisiko tragen. Die CBM arbeitet weiterhin eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen, um Trachom weltweit zu bekämpfen und das Ziel „Trachomfrei 2030“ zu erreichen.

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick

Auch für Deutschland ist die Entwicklung von Bedeutung, da die CBM ihren Sitz in Bensheim hat und von hier aus vielfältige Projekte koordiniert. Für die Bevölkerung bedeutet das langfristig eine bessere Gesundheitsversorgung in den betroffenen Regionen und ein aktives Engagement gegen vermeidbare Erblindung. Die nächsten Jahre stehen im Zeichen intensiver Aufklärungsarbeit, Schulungen für medizinisches Personal und der operativen Behandlung von Erkrankten. Am 30. Januar wird jedes Jahr der Fortschritt zum Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten reflektiert.

Mehr zu den Zielen der CBM und dem Kampf gegen Trachom lesen Sie auf regionalupdate.de sowie auf der Seite der Christoffel-Blindenmission. Weitere Informationen zu Trachom und den globalen Gesundheitsinitiativen bietet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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