Niedersachsen. Das Land hat bereits spezialisierte Ambulanzen an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen eingerichtet, um Menschen mit schwerem Fatigue Syndrom besser zu versorgen. Zugleich werden Fortbildungen für Ärzte ausgebaut und Antragsverfahren optimiert, um die Versorgung im Bundesland nachhaltig zu verbessern.
Versorgung stärken jetzt: fatique syndrom niedersachsen
Die niedersächsische Landesregierung betont die Bedeutung eines interdisziplinären Versorgungsangebots für Menschen mit schwerem Fatigue Syndrom. Das Krankheitsbild, auch bekannt als ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), führt oft zu erheblichen Einschränkungen im Alltag und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Spezialisierte Ambulanzen als zentrale Anlaufstellen
An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Universitätsmedizin Göttingen sind spezialisierte Ambulanzen entstanden. Diese Einrichtungen übernehmen eine zentrale Steuerungsfunktion in der Versorgung, ergänzen die Arbeit niedergelassener Ärzte und bieten besonders schwer betroffenen Patienten eine Anlaufstelle.
Stärkung von Forschung und Aus- sowie Weiterbildung
Mit der ACCESS-Studie an der MHH wird untersucht, wie bettlägerigen Personen mit Fatigue Syndrom eine bessere Versorgung ermöglicht werden kann. Unterstützt wird das Projekt von der AOK Niedersachsen sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Parallel dazu wurden die Fortbildungsangebote für Ärztinnen und Ärzte erweitert, um Diagnostik und Behandlung in der Fläche zu verbessern.
„Schwere chronische Fatigue und ME/CFS ist eine ernste, komplexe Erkrankung mit teils gravierenden und dauerhaften Folgen für Alltag, Erwerbsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Sozialminister Dr. Andreas Philippi.
Verbesserte Unterstützung und ländliche Versorgung
Das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie hat die Antragsverfahren für Betroffene überprüft und optimiert. Um die Versorgung auch in ländlichen Regionen zugänglicher zu machen, entwickelt Niedersachsen derzeit ein Modellprojekt zusammen mit der MHH und einer Schwerpunktpraxis. Dieses richtet sich insbesondere an schwer Erkrankte mit eingeschränkter Mobilität, um spezialisierte Expertise näher an die Patienten zu bringen.
Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen
Der Bund stellt im Rahmen der „Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ Fördermittel bereit. Niedersachsen sieht darin Chancen, die Diagnostik und Versorgung von Fatigue Syndrom langfristig wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zum fatique syndrom niedersachsen finden Sie auf der offiziellen Webseite des Niedersächsischen Sozialministeriums. Mehr zu ME/CFS bietet die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS.
Weiterer Ausbau der Versorgung geplant
Niedersachsen plant, die bereits initiierten Maßnahmen weiter zu intensivieren. Die Landesregierung unterstützt den Entschließungsantrag der Fraktionen SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen, der die Versorgung von Fatigue-Patienten verbessern soll. Damit wird auch künftig die Entwicklung niederschwelliger Strukturen und wissenschaftlich fundierter Versorgungsangebote vorangetrieben.
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