Hannover. Die Niedersächsische Kultusministerin Julia Willie Hamburg kündigte eine wichtige Änderung im Mathematikunterricht der Grundschule an. Das schriftliche dividieren grundschule wird zukünftig nicht mehr in der Grundschule vermittelt, sondern in die Sekundarstufe I verlagert. Ziel ist es, die mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler besser zu fördern und das Verständnis für das Dividieren zu vertiefen.
Neuer Fokus auf Mathe: Schriftliches dividieren grundschule in Niedersachsen
Hintergrund der Änderungen im Mathematikunterricht
Die Verlagerung des schriftlichen Dividierens folgt den Bildungsstandards, die 2022 mit Zustimmung aller Bundesländer verabschiedet wurden. In Niedersachsen lernen Schülerinnen und Schüler weiterhin in der vierten Klasse, Divisionen zu lösen – jedoch wird der Schwerpunkt auf halbschriftliche Rechenstrategien gelegt. Die klassische schriftliche Division wird danach in der weiterführenden Schule vermittelt. Fachleute unterstützen diesen Schritt, da die Kinder so die Zwischenschritte selbst nachvollziehen und dokumentieren können.
Diese Anpassung verhindert, dass Kinder das Verfahren nur auswendig lernen und anwenden, ohne es wirklich zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung eines umfassenden Methodenwissens zur Division.
Investitionen und Maßnahmen zur Stärkung der mathematischen Kompetenz
Die Landesregierung investiert massiv in Bildung. Mit drei zusätzlichen Stunden Lernzeit an Grundschulen und 3.800 neuen Lehrkräften wird gezielt in die Basisqualifikationen, darunter Lesen, Schreiben und Rechnen, investiert. Weitere Maßnahmen umfassen das Startchancen-Programm, den Ausbau multiprofessioneller Teams sowie die Bereitstellung digitaler Endgeräte ab Klasse sieben.
Die Kultusministerin unterstreicht, dass der Umgang mit der schriftlichen Division Teil eines größeren Bemühens ist, Kinder zu fördern und ihre Leistung zu verbessern. Niedersachsen führt zudem wieder Bildungsmonitorings ein, etwa mit dem Testverfahren VERA, um Schwächen frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
„Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen mathematische Kompetenzen bestmöglich zu vermitteln. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sie gut rechnen können“, sagte Julia Willie Hamburg.
Weitere Bundesländer haben ähnliche Schritte unternommen, weshalb Niedersachsen keine Einzelinitiative verfolgt, sondern eine bundesweit abgestimmte Bildungsstrategie umsetzt.
Weitere Entwicklungen und Perspektiven zur Matheförderung in Niedersachsen
Die Verlagerung des schriftlichen Dividierens ist Teil einer umfassenden Strategie zur Verbesserung der Lernbedingungen und Kompetenzen in Mathematik. Die Landesregierung plant, die Wirksamkeit der Maßnahmen durch das Bildungsmonitoring offen zu legen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Das Mathematik-Lehrkonzept soll zukünftig stärker auf kompetenzorientiertes Lernen setzen und Kindern ermöglichen, die grundlegenden Rechenarten mit Verständnis zu erlernen und anzuwenden.
Interessierte können die Rede der Kultusministerin im Niedersächsischen Landtag sowie weitere Informationen unter anderem auf der offiziellen Website des Niedersächsischen Kultusministeriums nachlesen. Mehr zum Thema schulische Bildung finden Sie außerdem im regionalupdate.de-Archiv.
Weitere Informationen zu den Bildungsstandards bietet die Kultusministerkonferenz (KMK).
Bildungspolitik in Niedersachsen: Zukunft gestalten mit Fokus auf Kompetenzen
Niedersachsen setzt mit der Verlagerung des schriftlichen dividierens grundschule in die Sekundarstufe I einen wichtigen Schritt im Sinne eines kompetenzorientierten Mathematikunterrichts um. Mit zusätzlichen Ressourcen, gezielter Förderung und verstärktem Bildungsmonitoring will die Landesregierung die mathematische Grundbildung nachhaltig verbessern und an das aktuelle Bildungsverständnis anpassen.

