Berlin. Die humanitaere krise syrien verschärft sich insbesondere in der Provinz Al-Hasakeh weiter. Aktion gegen den Hunger warnt vor zunehmender Notlage und bereitet Nothilfemaßnahmen vor, um schnell mit Nahrung, Wasser und lebenswichtigen Gütern zu versorgen.
Hilfe jetzt brauchen: Die humanitaere krise syrien im Nordosten Syriens
Die Situation im Nordosten Syriens wird durch bewaffnete Auseinandersetzungen und Bombenanschläge zunehmend instabil. Die humanitäre Lage in Al-Hasakeh ist kritisch, da Bewegungsfreiheit eingeschränkt und Märkte geschlossen sind. Dies erschwert den Zugang zu Lebensmitteln, Trinkwasser und anderen lebensnotwendigen Gütern erheblich.
Aktion gegen den Hunger ist seit 2008 in der Region aktiv und unterstützt die Bevölkerung in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung, Ernährung und Gesundheit. Angesichts der aktuellen Eskalation hat die Organisation ihre Nothilfemaßnahmen verstärkt, um schnell auf die Bedürfnisse reagieren zu können, sobald die Sicherheitslage es zulässt.
Einschränkungen für die Bevölkerung
Die anhaltende Unsicherheit und die geschlossenen Grenzen zu Teilen der Region führen dazu, dass Tausende Menschen aus anderen Gebieten, wie Ar-Raqqa und Tabqa, in Al-Hasakeh und Qamishli Zuflucht suchen. Viele der Vertriebenen sind im Winter den kalten Temperaturen ausgesetzt und leben in überfüllten Sammelunterkünften. Die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft, was den Bedarf an Wasser, Lebensmitteln, Wärme und Hygienesets erhöht.
Versorgungssysteme und Infrastruktur unter Druck
Der Betrieb von Wasserpumpen und Aufbereitungsanlagen wird durch Stromausfälle und die Sicherheitslage behindert. Über eine Million Menschen in der Region haben deshalb nur noch eingeschränkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Krankenhäuser wie das in Al-Hasakeh verzeichnen eine steigende Zahl von Verletzten und kämpfen mit begrenzten Ressourcen an medizinischer Ausrüstung und Versorgung.
„Familien kommen mitten im Winter oft nur mit dem, was sie am Leib tragen. Sie haben kaum Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Wir sind sehr besorgt um Menschen, die aufgrund der Gewalt eingekesselt sind oder ohne Schutz und Sicherheit fliehen mussten“, sagte Suzanne Takkenberg, Regionaldirektorin von Aktion gegen den Hunger für Syrien und den Libanon.
Vorbereitung auf Notfälle
Aktion gegen den Hunger hat verschiedene Notfallszenarien erarbeitet und plant folgende Maßnahmen:
- Verteilung von Trinkwasser in Sammelunterkünften über lokale Anbieter
- Bereitstellung von verzehrfertigen Lebensmitteln für Familien ohne Kochmöglichkeiten
- Lieferung von Decken, Winterkleidung und Hygienesets
- Stärkung der Kapazitäten in den Bereichen Wasser, Gesundheit und Ernährung in Zusammenarbeit mit weiteren humanitären Organisationen
Die Organisation ruft zudem zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Infrastruktur auf und fordert einen ungehinderten humanitären Zugang, flexible Finanzmittel und verbesserte Koordination unter den Hilfsakteuren.
Mehr Informationen über die Arbeit von Aktion gegen den Hunger
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Lage und Konsequenzen für die Zivilbevölkerung
Die anhaltende humanitaere krise syrien in Al-Hasakeh stellt nicht nur eine unmittelbare Bedrohung für das Überleben der Bevölkerung dar, sondern wirkt sich auch langfristig auf die Lebensbedingungen in der Region aus. Die Einschränkungen beim Zugang zu Wasser und Nahrung, die beschädigte Infrastruktur und die Gefahr weiterer Gewaltausbrüche verschärfen die Situation.
Für die Menschen vor Ort bedeutet dies unter anderem:
- Anhaltende Versorgungsschwierigkeiten bei lebenswichtigen Gütern
- Überlastete Gesundheitseinrichtungen bei Verletzungen und Krankheiten
- Erhöhte Vulnerabilität von vertriebenen Familien, gerade in der kalten Jahreszeit
Die humanitären Akteure vor Ort planen weitere Hilfsmaßnahmen, die bei Stabilisierung der Sicherheitslage umgesetzt werden sollen. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und lokalen Partnern entscheidend.
Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und der Region können sich über die aktuelle Lage und Hilfsmöglichkeiten auf regionalupdate.de informieren. Weitere Details zur humanitären Situation bietet zudem das Auswärtige Amt unter auswaertiges-amt.de.

