München. Die Diskussion um den fachkraeftemangel kommunale wirtschaft steht im Mittelpunkt eines aktuellen Kongresses der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie bayerische Kommunen durch gezielte Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in ihren Regionen stärken können.
Kommunen fördern Wirtschaft
Herausforderungen für die bayerischen Kommunen
Die vbw sieht die Kommunen als wichtige Akteure im Umgang mit den strukturellen Problemen am Arbeitsmarkt. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw, betont, dass die Unternehmen trotz Produktionsrückgängen und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit weiterhin von einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften betroffen sind. Dies erschwere die Zukunftsfähigkeit vieler Betriebe in Bayern erheblich.
Die Kommunen haben nach Ansicht der vbw verschiedene Ansatzpunkte, um Unternehmen zu entlasten. Dazu gehören Maßnahmen zur Reduzierung von Bürokratie, steuerliche Entlastungen sowie eine stärkere Unterstützung bei der Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte aus dem In- und Ausland.
Regionale Infrastruktur und Integration als Schlüsselfaktoren
Ein zentrales Element, um dem fachkraeftemangel kommunale wirtschaft entgegenzuwirken, ist der Ausbau der regionalen Verkehrsinfrastruktur, insbesondere des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Zudem sind Angebote für bezahlbaren Wohnraum und eine bessere Kinderbetreuung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf notwendig.
„Wir müssen Anreize schaffen, damit sich Beschäftigte für eine Erwerbstätigkeit in der Region entscheiden“, erklärte Brossardt. Er unterstrich die Bedeutung von regionalen Anlaufstellen zur Integration ausländischer Fachkräfte, da ohne entsprechende Begleitung vor Ort eine Abwanderung drohe. Auch Vereine und Netzwerke tragen entscheidend dazu bei, dass Fachkräfte in der Region bleiben.
Die Integration geflüchteter Menschen mit guter Bleibeperspektive ist ebenfalls ein wichtiger Fokus. Nach Einschätzung der vbw gelingt eine nachhaltige Integration am besten durch die Aufnahme einer Beschäftigung, wofür gezielte Bildungs- und Integrationsangebote vor Ort erforderlich sind.
Beispiel:
- Ausbau des ÖPNV
- Schaffung bezahlbaren Wohnraums
- Verbesserung der Kinderbetreuung
- Einrichtung regionaler Integrationsstellen
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Fachkräftemangel und kommunale Wirtschaft: Bedeutung für die Region München
Münchner Unternehmen sind zunehmend von Fachkräftemangel betroffen, was die wirtschaftliche Entwicklung belastet. Die kommunalen Entscheidungsträger stehen jetzt vor der Herausforderung, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, die nicht nur die Unternehmen entlasten, sondern auch Fachkräfte halten und gewinnen.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies unter anderem einen verbesserten Zugang zu Arbeitsplätzen und besseren Lebensbedingungen durch Wohnungen, Mobilität und familienfreundliche Angebote. Kommunen planen bereits, den ÖPNV weiter auszubauen und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und sozialen Einrichtungen zu intensivieren.
Weitere Informationen zur kommunalen Wirtschaftsförderung und zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Artikel basierend auf einer Pressemitteilung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

