Wiesbaden. Im Jahr 2025 waren 16,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland armutsgefährdet. Die aktuelle Analyse des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass rund 13,3 Millionen Menschen ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze hatten, wobei die armutsgefaehrdung deutschland 2026 weiterhin ein bedeutendes gesellschaftliches Thema bleibt.
Armutsgefahr steigt – armutsgefaehrdung deutschland 2026
Die Armutsgefährdungsquote in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Jahr 2024 lag der Anteil der Menschen mit Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze bei 15,5 Prozent, während er 2025 auf 16,1 Prozent anstieg. Diese Alters- und Einkommensgrenze gilt als Indikator für das Risiko, in Armut zu rutschen oder von sozialer Ausgrenzung betroffen zu sein.
Das Statistische Bundesamt stützt seine Daten auf die Mikrozensus-Unterstichprobe zur Einkommenserhebung und den Lebensbedingungen (EU-SILC) im Jahr 2025. Die Ergebnisse machen deutlich, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders häufig armutsgefährdet sind.
Besonders betroffene Gruppen
Zu den Risikogruppen zählen insbesondere Alleinlebende, Alleinerziehende und Nichterwerbstätige. Diese Personen haben überdurchschnittlich oft ein Einkommen, das unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze liegt. Vor allem Alleinerziehende sehen sich in finanzieller Hinsicht stark belastet, was auf die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie begrenzte Erwerbsmöglichkeiten zurückzuführen ist.
Auch Nichterwerbstätige sind einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Dies betrifft beispielsweise Langzeitarbeitslose oder Menschen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen können.
„Rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland gelten als armutsgefährdet, was eine besorgniserregende Zahl darstellt“, sagte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes.
Soziale Ausgrenzung als Begleiterscheinung
Neben der reinen Einkommensarmut geht die Analyse auch auf das Risiko der sozialen Ausgrenzung ein. Insgesamt sind 21,2 Prozent der Bevölkerung entweder armutsgefährdet oder sozial ausgegrenzt. Diese Kombination von finanzieller Benachteiligung und eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe stellt eine erhebliche Herausforderung für die soziale Kohäsion dar.
Die statistischen Ergebnisse sollen als Grundlage für politische Entscheidungen dienen, die darauf abzielen, Armut zu bekämpfen und soziale Ungleichheiten zu verringern.
Ausblick und weitere Informationen zur armutsgefaehrdung deutschland 2026
Die Entwicklung der Armutsgefährdung bleibt weiterhin aufmerksam zu beobachten. Für 2026 sind weitere detaillierte Analysen geplant, um die Wirksamkeit von Maßnahmen gegen Armut zu bewerten und gezielt zu verbessern. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht künftig aktualisierte Daten und Berichte, die Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit als verlässliche Informationsquelle dienen.
Informationen und ausführliche Daten finden Sie auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes.
Für Hintergrundberichte und weitere relevante Themen zur sozialen Lage in Deutschland bietet regionalupdate.de vertiefende Artikel und Analysen.

