Frankfurt. Digitale Geldbörsen sind in Deutschland weit verbreitet: 83 Prozent der Verbraucher nutzen mindestens eine Banken digital wallet oder eine andere digitale Wallet-Lösung. Eine aktuelle Cofinpro-Studie zeigt, dass Banken trotz geringer Marktanteile beim Wallet-Thema auf das Vertrauen ihrer Kunden bauen können.
Banken mit Vorteil: Warum Banken bei digitalen Wallets auf Vertrauen setzen können
Die Cofinpro-Studie macht deutlich: Obwohl Dienste wie PayPal (71 Prozent) und Big-Tech-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay (zusammen rund 40 Prozent) derzeit dominieren, verfügen Banken über eine besondere Stärke. 80 Prozent der Befragten vertrauen Finanzinstituten bei sensiblen Daten, während Technologiekonzerne nur auf 35 Prozent kommen.
Nutzung und Erwartungen
Besonders bei jüngeren Nutzern unter 35 Jahren sind digitale Wallets etabliert. Fast die Hälfte dieser Altersgruppe verwendet regelmäßig Apple Pay oder Google Pay. Doch die Erwartungen an Wallets gehen mittlerweile über reine Bezahlfunktionen hinaus. So wünschen sich laut Umfrage:
- Digitale Ausweise (42 Prozent)
- Bonus- und Loyalty-Programme (39 Prozent)
- Integration von Gesundheitskarte oder Impfpass (37 Prozent)
Diese Funktionen zeigen, dass Wallets eine zentrale Rolle als digitale Alltagsplattform übernehmen könnten.
Wechselbereitschaft der Nutzer
Die Studie zeichnet zudem ein Bild von hoher Wechselbereitschaft. 62 Prozent der Befragten würden eine Wallet ihrer Hausbank nutzen, wenn diese erweiterte Funktionen bietet. Bei den 18- bis 34-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei über 75 Prozent. Besonders bemerkenswert ist, dass 61 Prozent der aktuellen Apple-Pay- und Google-Pay-Nutzer prinzipiell bereit wären, auch eine bankeigene Wallet einzusetzen.
„Wallets sind nicht nur ein Instrument zur Kundenbindung, sondern auch ein potenzieller Hebel für die Neukundengewinnung“, sagte Joachim Butterweck, Director bei Cofinpro.
Sicherheits- und Datenschutzaspekte als Wettbewerbsfaktor
Bei der Datenverwaltung legen Nutzer großen Wert auf Sicherheit. 70 Prozent der Befragten halten eine schnelle Sperrmöglichkeit bei Geräteverlust für wichtig. 66 Prozent wünschen sich eine Datenspeicherung innerhalb Europas. Banken könnten hier ihre Stärken als regulierte Finanzinstitute ausspielen, indem sie Vertrauen, Transparenz und klare Verantwortlichkeiten bieten.
Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Banken und digitale Wallets: Chancen für Kunden vor Ort
Für Verbraucher in Frankfurt und der Region bedeutet die Entwicklung, dass sie zukünftig bequeme und vertrauenswürdige digitale Geldbörsen von ihren Hausbanken erwarten können. Die potenzielle Integration von Ausweisen oder Gesundheitsdokumenten in einer Wallet erleichtert den Alltag und schafft Mehrwerte.
Banken in der Region stehen nun vor der Aufgabe, diese Potenziale zu erschließen und innovative Wallet-Lösungen anzubieten. Konkrete Produktlaunches oder Pilotprojekte gibt es aktuell noch nicht, doch die hohe Nutzerbereitschaft, vor allem bei jüngeren Kunden, signalisiert vielversprechende Perspektiven.
Weitere Informationen zur Studie und zur digitalen Wallet finden Interessierte auf der Webseite von Cofinpro. Zudem bietet regionalupdate.de regelmäßig Updates zur Digitalisierung im Finanzsektor.
Banken digital wallet: Cofinpro-Studie zeigt Chancen für Finanzinstitute
Offizielle Informationen zur Datensicherheit in digitalen Wallets, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik