München hält ausländische Fachkräfte

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Düsseldorf. Der Ingenieurarbeitsmarkt München Fachkräfte bleibt trotz steigender Arbeitslosigkeit in Süddeutschland weiterhin von einem Fachkräftemangel geprägt. Besonders im Großraum München mildern ausländische Fachkräfte die Engpässe spürbar ab.

Fachkräfte sichern Zukunft

Der aktuelle VDI-/IW-Ingenieurmonitor für das dritte Quartal 2025 zeigt eine paradoxe Entwicklung: Während die Anzahl der arbeitslosen Ingenieurinnen, Ingenieure und IT-Fachkräfte in Bayern und Baden-Württemberg deutlich gestiegen ist – mit einem Plus von 30,1 Prozent in Bayern –, bleiben offene Stellen im Ingenieurbereich unbesetzt. Süddeutschland verzeichnet 31,9 Prozent aller bundesweit offenen Stellen, obwohl nur 29,4 Prozent der Arbeitslosen aus dieser Region kommen. Die Engpasskennziffer, die das Verhältnis von offenen Stellen zu Arbeitslosen misst, liegt in Bayern bei 208 und verdeutlicht den Fachkräftemangel.

Bedeutung ausländischer Fachkräfte

Die Rolle von zugewanderten Fachkräften ist im Süden Deutschlands besonders bedeutend. Zwischen 2012 und 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieure von etwa 779.000 auf über 1 Million. Der Anteil ausländischer Beschäftigter wuchs im gleichen Zeitraum von 6,0 auf 11,4 Prozent. In Bayern liegt dieser Anteil mit 13,9 Prozent sogar über dem Bundesdurchschnitt.

Großraum München als attraktiver Standort

Der Großraum München zieht besonders viele ausländische Ingenieure an. Starnberg verzeichnet mit 30,4 Prozent den höchsten Anteil ausländischer Ingenieure bundesweit, gefolgt vom Landkreis München (25,3 Prozent) und der Landeshauptstadt München (19,4 Prozent). In absoluten Zahlen arbeiten in München mehr ausländische Ingenieure als in jeder anderen deutschen Stadt.

„Gerade im Großraum München sehen wir, dass ausländische Fachkräfte maßgeblich dazu beitragen, Engpässe zu verringern und Wertschöpfung zu sichern“, sagte VDI-Arbeitsmarktexperte Maximilian Stindt.

Die Technische Universität München spielt dabei eine zentrale Rolle als Standort, der internationale Studierende anzieht und die Integration in den regionalen Arbeitsmarkt fördert.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ausblick und regionale Bedeutung

Die Situation am Ingenieurarbeitsmarkt in Süddeutschland verdeutlicht die anhaltende Bedeutung von Fachkräftezuwanderung und Nachwuchsförderung. Für München und die umliegenden Regionen bedeutet dies eine verstärkte Fokussierung auf Maßnahmen, die den Verbleib internationaler Talente sichern und die Rahmenbedingungen für Ingenieurinnen und Ingenieure verbessern. Initiativen wie die geplante zentrale Work-and-Stay-Agentur der Bundesregierung sollen dabei helfen, das komplexe Wissensnetzwerk rund um Einwanderung, Qualifikationsanerkennung und Integration besser zu bündeln.

Bürgerinnen und Bürger in der Region profitieren von dieser Entwicklung durch gesicherte Arbeitsplätze und die Stärkung des technischen Fortschritts. Weitere Informationen zum Arbeitsmarkt und Chancen für Ingenieure finden sich auf regionalupdate.de sowie umfassend auf der Seite des VDI.

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