Umweltministerium startet Förderprogramm zur Renaturierung kleiner Flüsse

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Osnabrück. Das Bundesumweltministerium hat ein neues Foerderprogramm Renaturierung Fluesse mit einem Volumen von 59 Millionen Euro gestartet. Ziel ist es, kleine Flussauen wiederherzustellen und damit ökologische Lebensräume zu schützen und den Folgen der anhaltenden Trockenheit entgegenzuwirken.

Neue Wege für Flüsse: Foerderprogramm Renaturierung Fluesse

Die Renaturierung von Flussauen ist ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme an Gewässern. Das Programm sieht die Wiederherstellung von Lebensräumen entlang kleinerer Flüsse vor und umfasst zudem den Rück- oder Umbau von Entwässerungssystemen, um die Flussdynamik zu verbessern. Förderberechtigt sind Kommunen, Naturschutzverbände sowie Landesbehörden, die künftig Anträge für Projekte stellen können. Die hierfür notwendige Webseite zur Antragstellung soll in Kürze online gehen.

Hintergrund des Förderprogramms

Seit 2019 läuft bereits ein ähnliches Programm zur Renaturierung von Auen an Bundeswasserstraßen. Dabei wurden bislang Auen an elf Flüssen, darunter die Aller und die Werra, renaturiert. In vielen Fällen waren Flüsse durch Begradigung stark kanalisiert worden, sodass die einst natürlichen Auen und ihre Artenvielfalt verloren gingen. Durch Maßnahmen wie die Abflachung von Ufern und die Wiederanbindung der Aue kehren wieder vermehrt Insekten, Amphibien und Fische zurück.

Bedeutung für Umwelt und Wirtschaft

Umweltminister Carsten Schneider betont, dass Flüsse als Lebensadern bedeutend für Natur und Wirtschaft sind. Die anhaltende Winterdürre und sinkende Grundwasserspiegel bedrohen Wasserversorgung und landwirtschaftliche Nutzung, insbesondere in Regionen wie dem Berliner Umland, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Renaturierung und Wiedervernässung von Flächen helfen, Wasser zu speichern und den ökologischen Zustand zu verbessern. Ebenso sind Industriezweige wie Chemie und Halbleiterfertigung auf stabile Wasserressourcen angewiesen.

„Die Wasserläufe sind unsere Lebensadern. In unserem Fortschrittsglauben dachten wir Menschen, wir müssten die Flüsse bezwingen, ihnen die Aue abringen. Das war ein Fehler, den wir wiedergutmachen müssen“, sagte Umweltminister Carsten Schneider.

  • 59 Millionen Euro Fördervolumen für Renaturierung kleiner Flussauen
  • Förderberechtigt: Kommunen, Naturschutzverbände, Landesbehörden
  • Ergänzt bestehendes Programm für Bundeswasserstraßen seit 2019
  • Ziel: Schutz artenreicher Ökosysteme und Sicherung der Wasserversorgung

Weitere Informationen zur Umweltförderung und Naturschutz in Deutschland bietet das Bundesumweltministerium auf bmuv.de. Einen Überblick zu regionalen Umweltprojekten in Niedersachsen bietet regionalupdate.de.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung des Förderprogramms für die Region

Die neue Förderung eröffnet insbesondere Kommunen und Naturschutzverbänden in der Region die Möglichkeit, Flussauen aktiv zu renaturieren und damit die ökologische Vielfalt vor Ort zu stärken. Solche Projekte können auf längere Sicht dazu beitragen, die Wasserversorgung stabiler zu machen und die negativen Effekte von Trockenheitsphasen abzumildern. Auch Bürgerinnen und Bürger profitieren von gesünderen Gewässern und mehr natürlichen Erholungsräumen.

In den kommenden Monaten wird das Bundesumweltministerium die konkrete Umsetzung und Antragsverfahren bekanntgeben. Kommunen können sich frühzeitig auf die Förderkriterien einstellen, um zeitnah Projekte anzugehen. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen Gewässermanagement, das ökologische und wirtschaftliche Interessen verbindet.

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