München. Die CSU-Fraktion und die Freien Wähler fordern eine schnelle Evaluierung des Hebammenhilfevertrags, um eine faire bezahlung beleghebammen sicherzustellen. Ziel ist es, die finanzielle Situation der Beleghebammen zu verbessern und das bayerische Geburtshilfesystem zu schützen.
Faire Bezahlung jetzt
Die Beleghebammen spielen eine zentrale Rolle in der Geburtshilfe Bayerns. Nach aktuellen Einschätzungen wird der Großteil aller Geburten in Bayern von freiberuflichen Beleghebammen begleitet. Diese Fachkräfte sind entscheidend für die flächendeckende Versorgung von Familien, insbesondere in ländlichen Regionen. Eine Beeinträchtigung ihrer Arbeit durch unfaire Vergütungen könnte Versorgungslücken und Unsicherheiten für Mütter und Neugeborene zur Folge haben.
Ungleichheiten im neuen Hebammenhilfevertrag
Seit dem Inkrafttreten des überarbeiteten Hebammenhilfevertrags berichten Beleghebammen von bis zu 20 Prozent geringeren Einnahmen. Nach Aussage des CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek entspricht der Vertrag nicht den praktischen Anforderungen der geburtshilflichen Versorgung. Besonders kritisiert wird, dass die finanzielle Schlechterstellung der Beleghebammen nicht akzeptabel sei, da sie das bayerische Geburtssystem aufrechterhalten – häufig auch an Wochenenden und Feiertagen.
„Der Vertrag muss umgehend evaluiert und angepasst werden, um eine faire Vergütung zu erreichen“, sagte Klaus Holetschek.
Forderungen der CSU und Freien Wähler
Die CSU-Fraktion und die Freien Wähler haben einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um die Vertragspartner zu einer raschen Neubewertung der Hebammenhilfevertragsbedingungen aufzufordern. Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, hebt hervor, dass bei einer Verschlechterung der Situation in der Versorgung mit freiberuflichen Beleghebammen ganze Regionen betroffen wären. Carolina Trautner, stellvertretende Vorsitzende im Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention, unterstreicht die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung, die nicht von Vergütungsfragen abhängig sein darf.
- Schnelle Überprüfung der Abrechnungszahlen seit Inkrafttreten des neuen Vertrags
- Verhinderung von Kündigungswellen unter Beleghebammen
- Anpassung des Vertrags zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Versorgung
Weitere Informationen zur Geburtshilfe und zur Hebammenversorgung in Bayern finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf offiziellen Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (Gesundheitsministerium Bayern).
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Abschluss: Bedeutung für Bayern und Familien
Die Forderung nach einer fairen bezahlung beleghebammen hat direkte Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung von Familien in Bayern. Durch eine verbesserte Vergütung sollen wesentliche Voraussetzungen geschaffen werden, um die Geburtshilfe langfristig zu sichern. Für Eltern bedeutet dies eine verlässliche Betreuung rund um die Geburt. Die Landtagsfraktionen planen, die Entwicklungen weiterhin eng zu begleiten und fordern eine zeitnahe Anpassung des Hebammenhilfevertrags, um die finanzielle Situation der freiberuflichen Beleghebammen zu stabilisieren. Termine für die Evaluierung wurden bislang nicht veröffentlicht.
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