Sudan: Hungersnot eskaliert – Unterernährung nimmt weiter zu

Berlin. Die Lage im Sudan verschärft sich dramatisch: Die hungersnot unterernährung sudan betrifft besonders Kinder in mehreren Regionen, darunter Nord-Darfur. Laut einer aktuellen Warnung des IPC haben die akute Unterernährung und Hungerzustände in manchen Gebieten bereits katastrophale Ausmaße erreicht.

Jetzt helfen im Sudan

Die humanitäre Situation im Sudan ist von anhaltenden Konflikten, massiven Vertreibungen und einer desolaten Versorgungslage geprägt. In den Regionen Um Baru und Kernoi in Nord-Darfur sind mehr als ein Drittel bis über die Hälfte der Kinder akut unterernährt. Dies übersteigt die internationale Schwelle zur Hungersnot deutlich. In Al-Faschir und Kadugli wurde bereits 2025 eine Hungersnot ausgerufen. Die Nahrungsmittelproduktion und der Zugang zu Märkten werden durch Kämpfe stark beeinträchtigt.

Die medizinische Versorgung ist stark eingeschränkt. Rund 80 Prozent der Gesundheitseinrichtungen funktionieren nicht mehr, was die Behandlung lebensbedrohlich unterernährter Kinder erschwert. Hinzu kommen Krankheiten wie Cholera und Masern, vor allem in überfüllten Lagern von Vertriebenen ohne Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Für 2026 prognostiziert der IPC 4,2 Millionen akut unterernährte Kinder – ein erheblicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Ursachen der Hungersnot

Der seit beinahe drei Jahren andauernde Konflikt, die Vertreibung von Hunderttausenden Menschen und gravierende Finanzierungslücken verschärfen die Krisensituation. Die Einnahme von Al-Faschir im Oktober 2025 führte zu einer der größten Vertreibungswellen und überlastet angrenzende Regionen. Die humanitäre Hilfe ist trotz dringendem Bedarf stark unterfinanziert: Im Humanitären Hilfsplan 2026 sind nur 5,5 Prozent der Mittel gedeckt.

Hilfsmaßnahmen vor Ort

Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger ist mit etwa 8.800 Mitarbeitenden im Sudan aktiv. Sie unterstützt die Bevölkerung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Wasser und sanitäre Versorgung sowie Schutz vor Gewalt, insbesondere für Frauen und Mädchen. Landesdirektor Samy Guessabi betont die Dringlichkeit der Lage:

„Viele Familien ernähren sich von Blättern oder Tierfutter. Das ist nicht nur eine Nahrungsmittelkrise, das ist eine Überlebenskrise.“

Aktion gegen den Hunger fordert ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten und uneingeschränkten Zugang für Hilfsorganisationen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Ausblick und Bedeutung für die internationale Gemeinschaft

Die anhaltende hungersnot unterernährung sudan betrifft nach Schätzungen 33,7 Millionen Menschen, rund zwei Drittel der sudanesischen Bevölkerung. Für viele Menschen ist humanitäre Hilfe lebenswichtig, vor allem in den besonders krisenanfälligen Regionen Darfur, Kordofan und dem Blauen Nil. Ohne zusätzliche Finanzmittel und eine Stabilisierung der Lage droht eine weitere Ausbreitung der Katastrophe, vor allem mit dem Beginn der Regenzeit und der damit verbundenen Isolation einzelner Gebiete.

Für Bürgerinnen und Bürger im deutschsprachigen Raum bedeutet dies, dass die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen wie Aktion gegen den Hunger besonders notwendig ist. Spenden sind eine Möglichkeit, um die lebensrettenden Maßnahmen vor Ort zu verstärken.

Termine für Informationsveranstaltungen oder Möglichkeiten für Engagement können über die Organisation direkt eingesehen werden. Nähere Informationen zu Aktionen und Unterstützungsangeboten finden sich auf regionalupdate.de sowie auf der Website von Aktion gegen den Hunger.


Weiterführende Details zum Konflikt und zur Ernährungssituation im Sudan veröffentlicht der IPC auf seiner offiziellen Seite.


Dieser Bericht basiert auf einer Pressemitteilung von Aktion gegen den Hunger und dient der sachlichen Information.

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