Wiesbaden. Der auftragseingang verarbeitendes gewerbe ist im Dezember 2025 spürbar gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die realen Auftragseingänge im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 7,8 Prozent.
Auftragseingang stark gestiegen
Die positive Entwicklung beim Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025 ist vor allem auf deutliche Zuwächse in einigen Schlüsselbranchen zurückzuführen. So legte die Herstellung von Metallerzeugnissen mit einem Plus von 30,2 Prozent zum Vormonat besonders stark zu. Auch im Maschinenbau stiegen die Auftragseingänge um 11,5 Prozent. In diesen Bereichen meldeten verschiedene Betriebe Großaufträge, die die Entwicklung maßgeblich beeinflussten.
Weitere Branchen trugen ebenfalls zum Anstieg bei. Die Herstellung von elektrischer Ausrüstung verzeichnete einen Zuwachs von 9,8 Prozent, während die Produktion von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen um 5,7 Prozent zunahm. Dagegen ging der Auftragseingang in der Automobilindustrie um 6,3 Prozent zurück. Im sonstigen Fahrzeugbau, zu dem unter anderem Flugzeuge, Schiffe und Züge gehören, sanken die Auftragseingänge um 18,7 Prozent nach einem starken Anstieg im Vormonat. Trotz dieser Einbußen gab es dort weiterhin umfangreiche Großaufträge.
Branchen im Überblick
- Metallerzeugnisse: +30,2 % zum Vormonat
- Maschinenbau: +11,5 %
- Elektrische Ausrüstung: +9,8 %
- Datenverarbeitungsgeräte / Elektronik: +5,7 %
- Automobilindustrie: -6,3 %
- Sonstiger Fahrzeugbau: -18,7 %
Entwicklung bei Güterarten und Ausland
Betrachtet man die Güterarten, stiegen die Auftragseingänge bei Investitionsgütern im Dezember um 10,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Vorleistungsgüter legten um 5,7 Prozent zu, während die Konsumgüter um 5,3 Prozent zurückgingen. Die Auslandsaufträge erhöhten sich insgesamt um 5,6 Prozent. Dabei verzeichneten Aufträge aus der Eurozone einen leichten Rückgang um 0,6 Prozent, während die Auslandsaufträge außerhalb der Eurozone um 9,7 Prozent zunahmen. Inlandsaufträge stiegen im gleichen Zeitraum um 10,7 Prozent.
„Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe zeigen trotz einzelner Schwankungen insgesamt eine positive Entwicklung“, so das Statistische Bundesamt.
Bezüglich detaillierter Zahlen und weiterer Informationen empfiehlt sich ein Blick auf das Dossier des Statistischen Bundesamtes, das aktuelle und ausführliche Daten bereitstellt.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Reale Umsatzentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe
Im Dezember 2025 sank der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt um 1,4 Prozent im Vergleich zum November. Im Vorjahresvergleich lag der Umsatz kalenderbereinigt 1,9 Prozent niedriger. Das Gesamtjahr 2025 schloss mit einem kalenderbereinigten Umsatzeinbruch von 1,3 Prozent im Vergleich zu 2024 ab.
Für die Region bedeutet das, dass die Auftragseingänge stark zulegen, was auf eine steigende Nachfrage und Auftragslage in wichtigen Branchen wie Maschinenbau und Metallerzeugnissen hinweist. Gleichzeitig ist ein Umsatzrückgang zu verzeichnen, der auf unterschiedliche Faktoren wie Lieferketten oder Produktionskosten zurückzuführen sein kann.
Unternehmen und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe sollten die Entwicklungen genau beobachten, um auf Schwankungen flexibel reagieren zu können. Für die kommenden Quartale sind aufgrund der vorliegenden Daten moderate Zuwächse bei den Auftragseingängen zu erwarten, wobei die Umsatzentwicklung weiter genau verfolgt werden muss.
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Informationen des Statistischen Bundesamtes finden Sie auch im Dashboard Deutschland, das zahlreiche Konjunkturindikatoren und Frühindikatoren für das Verarbeitende Gewerbe anbietet.

