Künstliche Intelligenz muss in die Anwendung kommen

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Berlin. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ein Jahresgutachten zur Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz Europa vorgelegt. Darin fordert sie eine europäisch koordinierte KI-Politik, um das Potenzial der Technologie wirtschaftlich besser zu nutzen und technologische Abhängigkeiten zu verringern.

KI jetzt nutzen: Herausforderungen und Handlungsempfehlungen zur künstlichen intelligenz europa

Die EFI betont, dass Deutschland und die EU trotz guter Forschungsleistungen beim praktischen Einsatz von KI weit hinter den Möglichkeiten zurückliegen. Nationale Alleingänge genügen nicht, um die hohen Investitionskosten und globalen Skaleneffekte zu bewältigen. Stattdessen müsse eine wirksame KI-Politik europäisch ausgerichtet sein. Prof. Christoph M. Schmidt vom RWI unterstreicht:

„Künstliche Intelligenz entscheidet zunehmend über die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Deutschland kann diese Herausforderung nur im europäischen Verbund erfolgreich bewältigen.“

Ein zentrales Problem ist der Mangel an leistungsfähiger Recheninfrastruktur. Während andere Weltregionen schnell ausgebaut haben, herrsche in Europa Nachholbedarf. Die EFI schlägt vor, dass die EU innerhalb von fünf Jahren 10 bis 15 Prozent der weltweiten Rechenkapazität bereitstellt. Staatliche Förderung solle vor allem private Investitionen flankieren, um einen zügigen Ausbau zu ermöglichen. Prof. Joachim Henkel von der TU München warnt:

„Ohne einen schnellen und koordinierten Ausbau der KI-Infrastruktur droht Europa dauerhaft in eine technologische Abhängigkeit zu geraten.“

Neben der Infrastruktur ist der rechtssichere Zugang zu hochwertigen Daten ein Hemmnis für die Entwicklung europäischer KI-Modelle. Die Experten empfehlen, die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) so weiterzuentwickeln, dass das Training von KI-Modellen weniger durch Verbotsprinzipien eingeschränkt wird und Datenschutz zugleich innovationsfreundlicher gestaltet wird.

Strategische Nutzung von Daten

Die EFI regt Modelle wie Datentreuhänder an, um den Datenaustausch für KI-Anwendungen rechtssicher zu ermöglichen. Auch technologische Lösungen für das Teilen von Industriedaten sollen verstärkt eingesetzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zu stärken.

Digitale Souveränität und europäische Kooperationen

Zur Stärkung der digitalen Souveränität empfiehlt die EFI, zentrale KI-Wertschöpfungselemente in Europa zu etablieren und Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren. Ein Vorschlag ist die Gründung einer privatwirtschaftlich getragenen europäischen Kooperation zur Entwicklung eines öffentlich geförderten Open-Source-KI-Grundlagenmodells. Prof. Henkel verdeutlicht:

„Digitale Souveränität bedeutet nicht Abschottung, sondern die Fähigkeit, technologische Schlüsselkompetenzen selbstbestimmt weiterzuentwickeln.“

Umsetzung der KI-Strategie in Europa

Prof. Irene Bertschek vom ZEW Mannheim fordert eine konsequente europäische Ausrichtung der KI-Strategie, bei der Infrastruktur, Datenzugang, Regulierung und private Investitionen zusammenspielen müssten, um Wachstum und Wohlstand in Europa nachhaltig zu fördern.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss: Regionale Bedeutung und Ausblick auf künftige Entwicklungen

Die Ergebnisse des EFI-Gutachtens zeigen, wie wichtig die europäische Zusammenarbeit bei der künstlichen Intelligenz für Deutschland und seine Regionen ist. Für Fach- und Führungskräfte in Unternehmen sowie für Endeinwohner bedeutet dies, dass die politische und wirtschaftliche Entwicklung im Bereich KI künftig stärker auf EU-Ebene gebündelt wird. Dies verspricht bessere Infrastruktur, mehr Investitionen und Rechtssicherheit, was auch zur Arbeitsplatzsicherung und Innovationsförderung in der Region beiträgt.

Die Expertenkommission selbst plant keine Umsetzungsschritte, jedoch sollen die politischen Entscheidungsträger in Bund und EU die Empfehlungen einarbeiten. Geplante Termine für weitere Diskussionen und Umsetzungsprogramme sind für die kommenden Monate angekündigt.

Mehr Informationen zum Thema Künstliche Intelligenz und regionalen Entwicklungen finden Interessierte auf regionalupdate.de. Hintergrund und rechtliche Aspekte zum Datenschutz erläutert die offizielle Seite der Europäischen Kommission zum Thema Datenschutz.

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