Potenzial sozialer Einrichtungen für Klimaziele nutzen

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Berlin. Die Bundesregierung muss laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts mehr zum Klimaschutz beitragen. Im Fokus steht dabei auch der Bereich sozialer Einrichtungen. Die Forderung nach einem Förderprogramm für die energetische Sanierung von sozialen Einrichtungen gewinnt an Gewicht, um den Klimazielen näherzukommen. Themen wie soziale einrichtungen klimaschutz standen beim Jahrestreffen der BAGFW und der Landes-Ligen der Freien Wohlfahrtspflege im Mittelpunkt.

Soziale Einrichtungen stärken: Förderprogramm für energetische Sanierung gefordert

Klimaschutz in sozialen Einrichtungen als wichtige Aufgabe

Die Freie Wohlfahrtspflege zählt über 120.000 Einrichtungen und Dienste bundesweit, darunter Pflegeheime, Kindertagesstätten und betreutes Wohnen. Diese bieten vielfältige Ansätze, um beim Klimaschutz aktiv zu werden. Die Energieeffizienz der Gebäude sowie klimafreundliche Betriebsabläufe bieten ein großes Potenzial, welches laut Aussagen der BAGFW bis zu 4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich einsparen könnte. Die Organisationen sehen sich als Teil der Lösung im Klimawandel und streben die Klimaneutralität bis 2045 an.

Förderprogramm und Leitlinien sollen Investitionen sichern

Um dieses Potenzial auszuschöpfen, fordern die Verbände ein eigenständiges Förderprogramm. Dieses soll Investitionen in die Energieeinsparung finanziell absichern. Bisher sei Unsicherheit gegeben, da Einsparungen nicht automatisch negative finanzielle Auswirkungen, etwa durch gekürzte Pflegesätze, nach sich ziehen dürften. Zudem plädiert die Freie Wohlfahrtspflege für verbindliche Leitlinien bei Renovierungs- und Neubauplänen sozialer Immobilien. So könne gewährleistet werden, dass Energieeinsparungen wirtschaftlich genutzt und die Klimaziele unterstützt werden.

„Soziale Organisationen und Einrichtungen und ihre Klientel sind von Klimawandel unmittelbar betroffen und zugleich Teil der Lösung. Die Freie Wohlfahrt ist mehr als bereit, ihren Beitrag zu den Klimazielen zu leisten. Um das Potential der Wohlfahrt für den Klimaschutz zu heben, braucht sie jedoch Unterstützung“, sagte Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der BAGFW.

  • Über 120.000 soziale Einrichtungen und Dienste bundesweit
  • Mögliches Einsparpotenzial von mindestens 4 Millionen Tonnen CO2 jährlich
  • Forderung nach eigenständigem Förderprogramm für energetische Sanierung
  • Leitlinien für energieeffiziente Renovierung und Neubau sozialer Gebäude

Weitere Informationen bietet das Konzeptpapier der BAGFW auf deren Webseite.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Klimaschutz in sozialen Einrichtungen: Bedeutung und nächste Schritte in der Region

In vielen Regionen erfüllen soziale Einrichtungen zentrale Funktionen für das gesellschaftliche Leben. Die energetische Sanierung solcher Einrichtungen kann nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern langfristig auch Kosten senken und die Lebensqualität verbessern. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass Pflegeheime, Kindertagesstätten und ähnliche Einrichtungen zukunftsfähiger und nachhaltiger gestaltet werden. Geplant sind deshalb verstärkte Initiativen zur Förderung der Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen, die auch hierzulande die Umsetzung entsprechender Maßnahmen erleichtern sollen.

Die Forderung nach einem speziellen Förderprogramm wird auf Bundesebene weiter vorangetrieben. So sollen finanzielle Hürden bei der energetischen Sanierung abgebaut werden. Interessierte Träger sozialer Einrichtungen finden weiterführende Informationen unter anderem beim Bundesverwaltungsgericht sowie der BAGFW. Auch regionalorientierte Unterstützungsangebote können auf regionalupdate.de nachgelesen werden.

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