Berlin. Mittel osteuropa investitionen gewinnen für deutsche Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Laut einer Umfrage von KPMG und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft planen 41 Prozent der befragten deutschen Firmen in den nächsten zwölf Monaten neue Investitionen in Mittel- und Osteuropa.
Chancen in Osteuropa: Wie deutsche Firmen bei mittel osteuropa investitionen profitieren
Die Umfrage von KPMG und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ergab, dass 63 Prozent der befragten Unternehmen in den kommenden fünf Jahren steigende Umsatzanteile aus Mittel- und Osteuropa erwarten. Damit wächst die Region nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Beschaffungs- und Produktionsstandort. Aktuell planen 41 Prozent der Firmen neue Investitionen in der Region, davon knapp ein Fünftel mit einem Investitionsvolumen von über fünf Millionen Euro.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Wettbewerbssituation
Mittel- und Osteuropa zeichnet sich durch rund 155 Millionen Einwohner, eine wachsende Kaufkraft sowie ein prognostiziertes Wachstum von fast drei Prozent im Jahr 2026 aus. Die Region wird zunehmend in den europäischen Binnenmarkt und die Eurozone integriert. Trotz wachsender wirtschaftlicher Bedeutung sehen 60 Prozent der Unternehmen politische und Sicherheitsrisiken als bedeutende Herausforderung. Zudem wird der Wettbewerb durch chinesische Unternehmen als zunehmend spürbar bewertet.
„In der geopolitisch unsicheren Weltlage bietet Mittel- und Osteuropa deutschen Unternehmen einen aufstrebenden Absatzmarkt in der EU und eine wachsende Beschaffungsregion in unmittelbarer Nachbarschaft“, sagte Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei KPMG Deutschland.
Investitionsprioritäten und Beschäftigungsausblick
Polen gilt als attraktivster Investitionsstandort in der Region, gefolgt von der Ukraine, trotz des andauernden Kriegs. 48 Prozent der befragten Unternehmen erwägen Investitionen in der Ukraine, 19 Prozent planen diese auch bei Fortsetzung des Konflikts. Die Mehrheit der Unternehmen (61 Prozent) will in Mittel- und Osteuropa neue Arbeitsplätze schaffen und sieht somit Chancen für die lokale Beschäftigung.
- 41 Prozent planen Investitionen innerhalb eines Jahres
- 19 Prozent planen Investitionen über fünf Millionen Euro
- 26 Prozent erwägen eine Produktionsverlagerung aus Deutschland in die Region
- 61 Prozent wollen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die regionale Wirtschaftsentwicklung
Mittel- und Osteuropa entwickelt sich von einem reinen Produktionsstandort zum integrierten Wirtschaftsraum mit steigender Bedeutung für Absatz und Beschaffung. Dies eröffnet sowohl Chancen für deutsche Unternehmen als auch für die lokale Wirtschaft, die von neuen Investitionen und Arbeitsplätzen profitiert. Die Herausforderungen durch politische Risiken und Wettbewerb erfordern weiterhin strategische Planung. Die regionalspezifischen Entwicklungen unterstützen die wirtschaftliche Stabilität in Europa und sind für Bürgerinnen und Bürger insofern relevant, als dass sie Perspektiven für Beschäftigung und wirtschaftliches Wachstum bieten.
Zukünftige Schritte umfassen den Ausbau der europäischen Binnenmarktintegration und die Förderung der Investitionsbedingungen in den Beitrittskandidatenländern, um den Standort Mittel- und Osteuropa noch attraktiver zu gestalten.
Mehr Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Webseite des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.

