Berlin. Ärztinnen und Ärzte sehen sich zunehmend mit den gesundheitlichen Folgen ökologischer Krisen konfrontiert. Die planetary health ärztliche verantwortung wird in der neuen Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) hervorgehoben, die den Zusammenhang zwischen Umweltschutz und Gesundheitsschutz verdeutlicht.
Ärztliche Verantwortung jetzt
Die Stellungnahme der ZEKO erläutert die Bedeutung des Konzepts „Planetary Health“, das die Wechselwirkungen zwischen menschlicher Gesundheit und den Ökosystemen beschreibt. Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, betont, dass der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen wesentlicher Bestandteil des Gesundheitsschutzes ist. Die Ärzteschaft trägt eine besondere Verantwortung, auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen und die Transformation zu einem nachhaltigen Gesundheitswesen aktiv zu unterstützen.
Handlungsfelder und Impulse
Die Stellungnahme richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die ärztliche Selbstverwaltung sowie politische Entscheidungsträger. Zwar sei das Problembewusstsein bei Ärztinnen und Ärzten ausgeprägt, doch das vorhandene Handlungspotenzial werde noch nicht umfassend genutzt. Prof. Dr. Dr. Eva Winkler, Vorsitzende der ZEKO, fordert mehr Ausdauer und Entschlossenheit bei der Umsetzung von Maßnahmen auf individueller, institutioneller und politischer Ebene. Die Ärzteschaft verfüge neben fachlichem Wissen auch über gesellschaftliches Vertrauen, das zur Gestaltung nachhaltiger Gesundheitsstrukturen genutzt werden muss.
Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen
Die ZEKO empfiehlt, Initiativen für „grüne Krankenhäuser“ und „grüne Praxen“ strategisch voranzutreiben und finanziell zu fördern. Im Patientenkontakt können klimasensible Gesundheitsberatungen und „Green Decision Making“ die Berücksichtigung ökologischer Aspekte bei medizinischen Entscheidungen fördern. Außerdem werde eine intensivere gesellschaftliche Debatte über die Einbindung von Nachhaltigkeit in den gesetzlichen Rahmen der Gesundheitsversorgung angeregt. Die Forschung ist ebenfalls aufgefordert, evidenzbasierte Grundlagen für klimasensible Entscheidungen zu liefern und umweltfreundlicher zu arbeiten.
Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
Für Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet die Diskussion um planetary health ärztliche verantwortung eine stärkere Verknüpfung von Umweltschutz und Gesundheitsversorgung. Krankenhäuser und Arztpraxen könnten künftig vermehrt Umweltaspekte berücksichtigen und zur Prävention umweltbedingter Erkrankungen beitragen. Zudem ist zu erwarten, dass politische Entscheidungen auf Landes- und kommunaler Ebene nachhaltige Gesundheitsstrukturen fördern.
Die Bundesärztekammer plant, die in der ZEKO-Stellungnahme formulierten Empfehlungen weiter zu verbreiten und die Umsetzung in medizinischen Einrichtungen zu begleiten. Interessierte finden weitere Informationen und die vollständige Stellungnahme auf der Website der Bundesärztekammer. Für weiterführende Details zur Verbindung von Klimawandel und Gesundheit bietet die Seite des Robert Koch-Instituts umfassende Informationen.
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