Wiesbaden. Die Erzeugerpreise Landwirtschaft Dezember 2025 verzeichneten einen Rückgang von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt stiegen die durchschnittlichen Preise für landwirtschaftliche Produkte im Jahresverlauf 2025 dennoch um 0,3 Prozent.
Landwirtschaftspreise im Wandel
Die Entwicklung der Erzeugerpreise zeigt deutliche Unterschiede zwischen pflanzlichen und tierischen Produkten. Im Dezember 2025 lagen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 11,5 Prozent unter dem Niveau vom Dezember 2024. Insbesondere Speisekartoffeln fielen mit einem Preisrückgang von 48,0 Prozent stark ab. Auch Obst wurde um 18,5 Prozent günstiger, hauptsächlich durch sinkende Preise bei Tafeläpfeln (-20,3 Prozent). Dagegen stiegen die Preise für Gemüse um 4,2 Prozent, wobei Salat (+15,0 Prozent), Gurken (+11,7 Prozent) und Champignons (+8,6 Prozent) teurer wurden.
Verschiedene Entwicklungen bei pflanzlichen Produkten
Weitere Preissenkungen verzeichneten Getreide (-16,0 Prozent), Handelsgewächse (-4,9 Prozent) und Futterpflanzen (-9,2 Prozent). Wein hingegen wurde im Dezember 2025 um 1,7 Prozent teurer. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse leicht um 1,2 Prozent.
Bei tierischen Produkten lagen die Preise im Dezember insgesamt 6,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Milchpreise sanken dabei um 17,3 Prozent, was maßgeblich zum Rückgang beitrug. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die Preise für Rinder um 27,1 Prozent, Geflügel um 5,3 Prozent, und Eier verzeichneten eine Preissteigerung von 13,0 Prozent innerhalb eines Jahres.
Monatliche Preisschwankungen
Im Vergleich zum November 2025 entwickelten sich die Preise für tierische Produkte entgegengesetzt: Während die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 1,2 Prozent stiegen, fielen die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 3,0 Prozent. Insgesamt lagen die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte im Dezember gegenüber dem Vormonat 1,6 Prozent niedriger.
„Die Preise für Milch sind im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,3 Prozent gefallen“, sagte ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes.
- Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte gesamt: -8,3 % im Dezember 2025 zum Vorjahresmonat
- Preise pflanzliche Produkte: -11,5 % im Vergleich zum Vorjahr
- Preise tierische Erzeugnisse: -6,4 % im Vergleich zum Vorjahr
- Milchpreis: -17,3 % gegenüber Dezember 2024
- Rindfleischpreis: +27,1 % gegenüber Dezember 2024
- Preis für Eier: +13,0 % im Jahresvergleich
Für weiterführende Informationen zur Preisentwicklung landwirtschaftlicher Produkte bietet das Statistische Bundesamt umfangreiche Daten unter www.destatis.de an.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung der Erzeugerpreise Landwirtschaft Dezember 2025
Die Preisentwicklung bei landwirtschaftlichen Produkten wirkt sich unmittelbar auf Erzeuger und Verbraucher in der Region aus. Rückgänge bei Speisekartoffeln und Milchpreise können Landwirte vor Herausforderungen stellen, während steigende Preise bei Rindfleisch und Eiern Chancen darstellen. Für Verbraucher sind die Preisveränderungen bei Obst, Gemüse und tierischen Erzeugnissen in den Supermärkten spürbar.
Regionale landwirtschaftliche Betriebe müssen daher angesichts der derzeitigen Preisschwankungen ihre Produktions- und Absatzstrategien anpassen. Verbraucher profitieren von moderaten Preissteigerungen bei Gemüse und Wein, während günstigeres Getreide und Obst eine Entlastung bieten.
Zukünftige Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes sowie Informationen und Analysen zu weiteren Entwicklungen sind unter anderem auf regionalupdate.de zu finden. Weitere Analysen der Landwirtschaftspreise 2025 werden im Jahresverlauf erwartet.

