BStBK fordert Stärkung des Fremdbesitzverbotes in der Steuerberatung

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Berlin. Die Bundessteuerberaterkammer und weitere Organisationen der Freien Berufe fordern im Vorfeld der Beratungen zum Neunten Steuerberatungsänderungsgesetz eine spürbare Stärkung des fremdbesitzverbot freie berufe. Dabei kritisieren sie insbesondere Umgehungskonstruktionen internationaler Finanzinvestoren, die Einfluss auf die Berufsausübung nehmen.

Unabhängigkeit stärken jetzt

Herausforderungen durch Umgehungskonstruktionen

Das Fremdbesitzverbot schützt die Unabhängigkeit der Freien Berufe, etwa der Steuerberater, Ärzte und Rechtsanwälte. In letzter Zeit nehmen jedoch finanzstarke, internationale Investoren Umgehungskonstruktionen wie Beteiligungs- oder Holdingmodelle in Anspruch, um faktisch Einfluss zu gewinnen. Diese Entwicklung gefährdet die Eigenverantwortung der Berater und stellt nach Ansicht der Unterzeichner eine Bedrohung für den Verbraucherschutz dar.

Hartmut Schwab, Präsident der Bundessteuerberaterkammer, erläutert:

„Wer einen Steuerberater, eine Ärztin, einen Rechtsanwalt, eine Ingenieurin oder andere Freie Berufe aufsucht, erwartet unabhängigen Rat – und keine Renditeziele im Hintergrund. Dieses Vertrauen ist ein hohes Gut und darf nicht zur Handelsware auf internationalen Finanzmärkten werden.“

Forderung an den Gesetzgeber

Der Regierungsentwurf zum 9. Steuerberatungsänderungsgesetz sieht keine wesentliche Absicherung des Fremdbesitzverbots vor. Die Bundessteuerberaterkammer und weitere Organisationen appellieren daher an den Bundesrat, der am 19. Februar 2026 über das Gesetz berät, die Grundprinzipien von Unabhängigkeit und Eigenverantwortung zu stärken. Ziel ist es, die regionalen Strukturen und die Zukunft der Freien Berufe langfristig zu sichern.

Zu den geforderten Maßnahmen zählen unter anderem:

  • Konsequente Stärkung des Fremdbesitzverbots
  • Verhinderung von Umgehungskonstruktionen
  • Schutz der Integrität und Unabhängigkeit der Freiberufler

„Die Freien Berufe tragen Verantwortung für Menschen – nicht für Fondsrenditen. Wer ihre Unabhängigkeit relativiert, riskiert langfristig den hohen Vertrauensgrad, der unsere Arbeit auszeichnet“, so Schwab weiter.

Weitere Informationen zum Statement der Bundessteuerberaterkammer finden Interessierte auf der offiziellen Webseite der Kammer. Statement Fremdbesitzverbot stärken.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Schutz regionaler Strukturen und Verbraucherinteressen

Die Freien Berufe sind eine zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung in den Bundesländern. Sie übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in sensiblen Bereichen wie Steuerberatung, Gesundheit und Recht. Eine Beeinträchtigung durch fremde Kapitalinteressen könnte die regionale Versorgung und den Verbraucherschutz schwächen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die Debatte konkret eine mögliche Veränderung der Beratungsqualität und Verfügbarkeit unabhängiger Experten.

Die Landesregierungen sind am 6. März 2026 aufgefordert, im Bundesrat für eine Stärkung des Fremdbesitzverbots zu stimmen. Auch die Öffentlichkeit kann die Diskussion über die Unabhängigkeit der Freien Berufe verfolgen und sich informieren.

Weiterführende Details zur aktuellen Gesetzgebung sind beim Bundesfinanzministerium verfügbar. Ebenso stellt regionalupdate.de regelmäßig Berichte zum Thema bereit.


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