Ludwigshafen. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes betrifft junge Berufstätige der Generation Z deutlich stärker als ältere Beschäftigte. Laut der Studie „Arbeiten 2025“ der Pronova BKK erlebt fast die Hälfte der unter 30-Jährigen sogenannte Gen Z Zukunftsangst Job Sorgen, vor allem ausgelöst durch wirtschaftliche Unsicherheiten und gesundheitliche Befürchtungen.
Zukunftsangst bei Gen Z
Die Studie zeigt, dass 48 Prozent der 18- bis 29-Jährigen Angst um ihre Jobs haben. Im Vergleich dazu sind es bei den über 40-Jährigen nur 38 Prozent, bei den über 50-Jährigen rund 34 Prozent. Besonders in Branchen wie Handel, Telekommunikation und IT sind die Sorgen um die berufliche Zukunft ausgeprägter als in der öffentlichen Verwaltung.
Ursachen der Zukunftsängste
Neben der schwächelnden Konjunktur und wirtschaftlichen Unsicherheiten belastet die Sorge um die eigene Gesundheit die Beschäftigten stark. Rund ein Drittel der Arbeitnehmer sieht zudem die zunehmende Automatisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz als Risiko für ihren Arbeitsplatz. Die Unsicherheit über wirtschaftliche Entwicklungen und mögliche Umstrukturierungen führt zu einem angespannten Klima in vielen Unternehmen.
Öffentlicher Dienst als sicherer Hafen
Angestellte im öffentlichen Dienst fühlen sich am stabilsten. Nur etwa 20 Prozent sorgen sich um ihre Anstellung, was deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Dies spiegelt das relativ sichere Arbeitsumfeld im öffentlichen Sektor wider, der im Vergleich zu anderen Branchen weniger von schnellen Umwälzungen betroffen ist.
„Die heutige Welt ist geprägt von wirtschaftlicher Instabilität, Klimawandel und globalen Konflikten. Diese Dauerbelastung erzeugt ein Gefühl von Ohnmacht und Unbeständigkeit“, sagte Patrizia Thamm, Wirtschaftspsychologin und Resilienz-Trainerin bei der Pronova BKK.
Trotz großer Unzufriedenheit am Arbeitsplatz scheuen viele Beschäftigte den Wechsel. Über die Hälfte möchte zwar einen neuen Job finden, doch nur knapp 14 Prozent planen konkrete Schritte dazu.
Beispiel:
- 67 Prozent der jungen Berufstätigen wünschen sich einen Wechsel.
- Lediglich 19 Prozent bereiten aktiv einen Jobwechsel vor.
Diese Zurückhaltung erklärt sich laut Experten durch die Angst vor den Risiken eines Wechsels und das Bedürfnis nach einer vermeintlichen Stabilität im Arbeitsumfeld.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung und Ausblick
Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region bedeutet die Studie, dass junge Erwachsene besonders unterstützen werden sollten, um mit den Herausforderungen der jobbedingten Unsicherheiten besser umgehen zu können. Unternehmen und Personalverantwortliche sind gefordert, durch klare Kommunikation und gezielte Fortbildungsangebote Ängste abzubauen und Perspektiven aufzuzeigen.
Nicht zuletzt können Initiativen zur beruflichen Weiterbildung helfen, Beschäftigten den Umgang mit technologischen Veränderungen zu erleichtern. In der Region gibt es diverse Beratungs- und Weiterbildungsangebote, die Betroffenen Unterstützung bieten.
Weitere Informationen zur Studie und ihren Ergebnissen finden Sie auf der Webseite der Pronova BKK Arbeiten 2025 sowie aktuelle regionale Berichte auf regionalupdate.de.

