Vyoma erhält Auftrag der ESA für Weltraumdaten

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München. Das Münchner Unternehmen Vyoma hat den Auftrag der Europäischen Weltraumagentur (ESA) zur Bereitstellung von ESA Beobachtungsdaten Weltraum gewonnen. Die Daten stammen von den Flamingo-1-Satelliten und sollen die Weltraumlageerfassung insbesondere kleiner Weltraumobjekte verbessern.

ESA Beobachtungsdaten Weltraum: ESA Auftrag für Vyoma

Vyoma erhielt den Auftrag im Rahmen des Space Safety Programme (S2P) der ESA, der die Datenbeschaffung für weltraumgestützte statistische Daten zu kleinen Weltraumobjekten betrifft. Die Flamingo-1-Satelliten des Unternehmens liefern hierfür entscheidende optische Bilddaten aus einer Umlaufbahn von 510 Kilometern Höhe. Aufgrund ihres großen Sichtfelds und der hohen Sensitivität können diese Sensoren kleine und schnelle Weltraumobjekte zuverlässig erfassen.

Verbesserung des MASTER-Modells

Die ESA nutzt das Modell „Meteoroid And Space debris Terrestrial Environment Reference“ (MASTER), das die erdnahe Weltraumumgebung beschreibt. Es ist ein wichtiges Instrument für Satellitenentwickler zur Risikobewertung. Allerdings gibt es derzeit Wissenslücken bei der Erfassung kleinerer Objekte, die unterhalb der Nachweisgrenze bodengestützter Sensoren liegen. Die von Vyoma generierten ESA Beobachtungsdaten Weltraum können diese Lücken schließen und somit die Datenbasis des MASTER-Modells deutlich verbessern.

Vorteile der weltraumgestützten Beobachtung

Die Nutzung von Flamingo-1 als weltraumgestützter Beobachter bietet Vorteile gegenüber bodengestützten Sensoren. Der Sensor überwacht große Bereiche des Weltraums „in situ“ und erfasst mit hoher Zuverlässigkeit kleine, schnelle Objekte. Dadurch unterstützt er die nachhaltige Nutzung des erdnahen Weltraums und den Schutz bestehender sowie geplanter Satelliten.

„Daten zur Weltraumlageerfassung, die von weltraumgestützten Beobachtern wie Flamingo-1 generiert werden, spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz bestehender und geplanter Satelliten und tragen zu einer nachhaltigen Nutzung des erdnahen Weltraums“, sagte Dr. Tim Flohrer, Leiter des Space Debris Office der ESA.

Vyoma plant, zwischen 2026 und 2029 weitere Flamingo-Satelliten zu starten, um die Überwachungskapazitäten zu erweitern, die Latenz der Datenlieferung zu reduzieren und so den sicheren Satellitenbetrieb weiter zu fördern.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Vyoma stärkt Münchner Standort mit Weltraumtechnologie

Als in München ansässiges Unternehmen trägt Vyoma zur Innovationskraft der Region bei. Mit seinem Fokus auf automatisierte Satellitenbetriebsdienste und Echtzeit-Weltraumüberwachung leistet Vyoma einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit der wachsenden Raumfahrtinfrastruktur. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass technologische Entwicklungen vor Ort unterstützt werden, die zunehmend in den Alltag und die Wirtschaft hineinwirken.

Die erfolgreiche Ausschreibung der ESA unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit von Vyoma auf internationaler Ebene. Die geplanten Starts weiterer Flamingo-Satelliten zwischen 2026 und 2029 sollen die Positionierung Münchens im Bereich Weltraumtechnologie stärken. Interessierte können weitere Informationen zur Weltraumlageerfassung und Satellitentechnologie unter anderem auf regionalupdate.de sowie bei der ESA-Webseite esa.int einsehen.

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