Berlin. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ermöglicht Verbrauchern mehr Freiheit bei der Wahl ihrer Heiztechnik. Mit dem Fokus auf das gebäudemodernisierungsgesetz flüssiggas systemwechsel wird ein verbindlicher Klimaschutz über eine Erneuerbaren-Quote eingeführt, der ein Umdenken im Wärmemarkt bewirkt.
Wichtiger Systemwechsel Wärme
Die Bundesregierung hat Eckpunkte für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorgestellt, das durch eine verpflichtende Erneuerbaren-Quote für gasförmige und flüssige Energieträger einen grundlegenden Systemwechsel in der Wärmeversorgung vollzieht. Statt einzelner, komplexer Vorgaben für Verbraucher werden jetzt die Hersteller verpflichtet, einen Anteil grüner Moleküle bereitzustellen. Dieser Schritt gilt als zentraler Baustein für einen praktikablen und verbraucherfreundlichen Klimaschutz im Gebäudesektor.
Dies betrifft insbesondere die Nutzung von Flüssiggas, das in Deutschland etwa 620.000 Haushalte zur Heizung verwenden. Flüssiggas wird unabhängig vom öffentlichen Netz in Tanks gespeichert und bietet mit der Möglichkeit der Beimischung von biogenem Flüssiggas einen etablierten erneuerbaren Energieträger. Biogenes Flüssiggas hat die gleichen chemischen Eigenschaften wie konventionelles Flüssiggas und lässt sich ohne technische Anpassungen in bestehenden Heizungen einsetzen, erläutert Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V.
Flüssiggas als zukunftsfähiger Energieträger
Flüssiggas (LPG) besteht überwiegend aus Propan und Butan und wird unter geringem Druck verflüssigt. Es verbrennt vergleichsweise CO2-reduziert und schadstoffarm. Neben der klassischen Variante bietet der Markt mittlerweile auch biogenes Flüssiggas und die Zukunftstechnologie Dimethylether (rDME) als erneuerbare Alternativen an. Die Flexibilität von Flüssiggas macht es vielseitig nutzbar – von Haushalt und Industrie bis zur Landwirtschaft und Mobilität.
Bedeutung der Erneuerbaren-Quote
Mit der verbindlichen Erneuerbaren-Quote wird der Wärme- und Energiemarkt systematisch grüner gestaltet. Der Gesetzesentwurf soll sicherstellen, dass die Marktverfügbarkeit grüner Energieträger realistisch eingeführt und hochgefahren wird. Dies erleichtert Heizungsmodernisiererinnen und -modernisierern die Entscheidung für nachhaltige Lösungen, da sie nicht mehr mit kleinteiligen Anforderungen konfrontiert sind.
„Für Heizungsmodernisierer sind die Eckpunkte eine sehr gute Nachricht. Sie können künftig wieder selbst entscheiden, welche Heizlösung am besten zu ihrem Gebäude und ihren finanziellen Möglichkeiten passt“, sagte Dr. Andreas Stücke.
Für mehr Details zum Energiemarkt und weiteren regionalen Entwicklungen lesen Sie auch unseren Beitrag auf regionalupdate.de. Weitere Informationen zur Energiepolitik bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Perspektiven für Verbraucher und Region
Mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz werden Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer künftig entlastet und haben mehr Entscheidungsfreiheit bei der Auswahl ihrer Heizsysteme. Besonders für ländliche Regionen und Orte mit Netzunabhängigkeit gewinnt Flüssiggas durch biogene Varianten als nachhaltige Option an Relevanz. Die Bundesregierung plant, den Gesetzgebungsprozess in den kommenden Monaten voranzutreiben, um ab 2025 verbindliche Regelungen umzusetzen. Das neue System soll letztlich dazu beitragen, die Klimaziele im Gebäudebereich effizienter zu erreichen und gleichzeitig den Modernisierungsprozess bürgernah zu gestalten.

