Köln. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hat vor möglichen Kostensteigerungen durch das neue Heizungsgesetz gewarnt. Beim WDR5-Morgenecho betonte sie, dass durch die Regelungen „Heizungsgesetz Preissteigerungen möglich“ sind, die Haushalte bis zu 450 Euro zusätzlich im Jahr belasten könnten.
Steigende Heizkosten jetzt
Claudia Kemfert erläuterte, dass durch die geplanten Veränderungen im Heizungsgesetz eine Erhöhung der Kosten um rund 25 Prozent möglich sei. Dies betreffe vor allem jene Haushalte, die sich weiterhin für konventionelle Öl- oder Gasheizungen entscheiden. Zwar werden Förderungen für den Austausch alter Heizsysteme angekündigt, dennoch könne die Umstellung mit erheblichen Mehrkosten verbunden sein.
Förderung und Kostenbelastungen
Kritisch bewertet Kemfert, dass der Eindruck entstehe, Verbraucher könnten problemlos auf neue Öl- oder Gasheizungen setzen. Dabei würden die damit verbundenen Kosten verschleiert. Verbraucher müssten bedenken, dass der Betrieb fossiler Heizsysteme langfristig teuer werden kann.
Energieverbrauch senken und Beratung nutzen
Die Expertin rät daher, den Energieverbrauch zunächst zu senken und die Förderprogramme für energetische Sanierungen zu nutzen. Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sollten im Vordergrund stehen. Eine individuelle Beratung sei wichtig, um die Umstellung auf möglichst umweltfreundliche Heizsysteme vorzubereiten.
„Jetzt muss es darum gehen, dass man Klarheit hat, dass man Unterstützung bekommt, dass energetische Sanierung gefördert wird, dass die Haushalte erst mal da ansetzen, möglichst wenig Energie wirklich zu verbrauchen und dann müssen sie beraten werden und möglichst weg von fossilen Heizsystemen, weil die werden enorm teuer“, sagte Claudia Kemfert.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Verbraucher in Köln und Umgebung
Für Haushalte in Köln und der umliegenden Region ist die Entwicklung beim Heizungsgesetz relevant, da steigende Heizkosten die Haushaltsbudgets zusätzlich belasten können. Bürgerinnen und Bürger sollten sich frühzeitig über Fördermöglichkeiten informieren und fachkundige Beratungen nutzen, um langfristig Kosten zu sparen und umweltfreundlich zu heizen.
Die Landesregierung und kommunale Energieberatungsstellen bieten entsprechende Unterstützung und Informationsveranstaltungen an. Nähere Informationen hierzu finden Interessierte unter anderem auf der Webseite von regionalupdate.de sowie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
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