Equal Pay Day: Verdienstungleichheit in Niedersachsen bleibt hoch

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Hannover. Die Verdienstungleichheit zwischen Frauen und Männern in Niedersachsen bleibt auch 2025 hoch. Der Gender Gap Niedersachsen liegt bei 40 Prozent, wobei der Gender Pay Gap bei 16 Prozent liegt und damit leicht gestiegen ist.

Verdienstungleichheit senken – gender gap niedersachsen

Der Gender Gap Arbeitsmarkt in Niedersachsen ist im Jahr 2025 auf 40 Prozent gestiegen und zeigt damit eine anhaltend große Differenz zwischen den Einkommen von Frauen und Männern im Erwerbsleben. Dieser Wert ist höher als der bundesweite Durchschnitt von 37 Prozent. Der Gender Gap berücksichtigt neben dem Verdienstunterschied auch die Arbeitszeitunterschiede und die Erwerbsbeteiligung und gibt somit ein umfassendes Bild der Ungleichheit.

Komponenten des Gender Gap Arbeitsmarkt

Der Gender Pay Gap, der allein die durchschnittlichen Bruttostundenverdienste vergleicht, beträgt in Niedersachsen 16 Prozent. Frauen verdienen demnach im Schnitt 4,10 Euro weniger pro Stunde als Männer, nämlich 21,63 Euro gegenüber 25,73 Euro. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als der Unterschied bei 15 Prozent lag. Neben dem Stundenlohn macht auch die geringere Arbeitszeit von Frauen den Gender Gap aus.

Arbeitszeit und Erwerbsbeteiligung als weitere Faktoren

Die bezahlte Arbeitszeit (Gender Hours Gap) liegt bei Frauen durchschnittlich 22 Prozent unter der von Männern. Frauen arbeiten 116 Stunden monatlich, Männer 148 Stunden. Dies liegt vor allem an der höhere Teilzeitquote bei Frauen. Die Erwerbstätigenquote (Gender Employment Gap) zeigt einen Unterschied von 9 Prozentpunkten – 74 Prozent der Frauen sind erwerbstätig gegenüber 81 Prozent der Männer. Hier gab es keine Veränderung gegenüber den Vorjahren.

„Die Verdienstungleichheit bleibt auf hohem Niveau, trotz kleiner Schwankungen bei den einzelnen Komponenten“, sagte Sebastian Fischer vom Landesamt für Statistik Niedersachsen.

Regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands

Der Gender Gap Arbeitsmarkt ist in Westdeutschland mit 39 Prozent deutlich höher als in Ostdeutschland, wo er bei 22 Prozent liegt. Niedersachsens Wert von 40 Prozent stellt damit eine größere Ungleichheit dar als im westdeutschen Durchschnitt. Bundesweit betragen die Unterschiede 37 Prozent.

Weitere Informationen zu den aktuellen Daten liefert das Landesamt für Statistik Niedersachsen. Auch das Statistische Bundesamt bietet Erklärungen zu den Berechnungen des Gender Pay Gaps an (Statistisches Bundesamt – Gender Pay Gap).

Weiterer Ausblick zum gender gap niedersachsen

Das Landesamt für Statistik Niedersachsen wird die Entwicklung der Gender-Gap-Komponenten weiterhin genau beobachten. Geplante Folgeuntersuchungen sollen ab 2026 das Monitoring der Verdienst- und Beschäftigungsunterschiede fortsetzen. Ziel ist es, Daten als Grundlage für politische und gesellschaftliche Maßnahmen zur Senkung der Verdienstungleichheit zu liefern. Am 27. Februar 2026 markiert der Equal Pay Day erneut das Bewusstsein für das Thema Lohngleichheit.

Aktuelle Beiträge zur Gleichstellung und Gender-Themen finden Sie auch auf regionalupdate.de.

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