Hannover. Die Inflationsrate Niedersachsen Februar 2026 lag bei 1,9 Prozent und sank damit leicht gegenüber dem Januar (2,1 Prozent). Die Preisentwicklung zeichnet sich durch verbilligte Energiepreise und weiterhin steigende Dienstleistungskosten aus.
Inflation in Niedersachsen
Preisentwicklung im Februar 2026
Im Februar 2026 stiegen die Verbraucherpreise in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Gegenüber dem Januar 2026, als die Inflationsrate noch 2,1 Prozent betrug, ging die Rate leicht zurück. Die Preise erhöhten sich gegenüber dem Vormonat Februar 2026 um 0,2 Prozent.
Energiepreise haben sich deutlich verbilligt. Insbesondere Haushaltsenergie war mit einem Rückgang von 4,8 Prozent günstiger als im Februar 2025. Feste Brennstoffe sanken um 8,3 Prozent, Heizöl inklusive Betriebskosten um 7,5 Prozent, Gaspreise um 5,2 Prozent, Strom um 4,5 Prozent und Fernwärme um 3,0 Prozent. Kraftstoffe stiegen dagegen leicht um 0,5 Prozent, wobei Diesel um 2,2 Prozent teurer wurde und Superbenzin um 0,1 Prozent günstiger war.
Entwicklung bei Nahrungsmitteln und Getränken
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich mit 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr unterdurchschnittlich. Innerhalb dieser Gruppe stiegen Nahrungsmittelpreise um 1,1 Prozent, alkoholfreie Getränke jedoch um 5,3 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (7,7 Prozent) sowie Schokolade (11,2 Prozent) und Fleisch mit 4,9 Prozent, darunter Geflügelfleisch mit 9,5 Prozent.
Dagegen sanken die Preise für Speisefette und Speiseöle erheblich um 17,6 Prozent, unter anderem Butter um 29,9 Prozent und Olivenöl um 10,8 Prozent. Ebenfalls günstiger wurden Molkereiprodukte und Eier (-2,1 Prozent), beispielsweise teilentrahmte Milch (-6,1 Prozent), Käse und Quark (-5,4 Prozent) sowie Vollmilch (-5,0 Prozent).
Dienstleistungspreise als Treiber der Inflation
Dienstleistungspreise stiegen im Februar 2026 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und trugen damit maßgeblich zur Inflationsentwicklung bei. Die Nettokaltmieten erhöhten sich unterdurchschnittlich um 1,8 Prozent und wirkten dämpfend. Ohne die Nettokaltmieten betrug die durchschnittliche Steigerung der Dienstleistungspreise 3,9 Prozent.
Besonders hoch waren die Preisanstiege bei der Personenbeförderung im Luftverkehr (9,1 Prozent), inklusiver internationaler Flüge (9,4 Prozent), sowie bei kombinierten Tickets für verschiedene Verkehrsmittel (6,5 Prozent). Auch Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (6,8 Prozent), darunter häusliche Alten- und Behindertenpflege (10,1 Prozent), und Kulturdienstleistungen (5,9 Prozent), z. B. Kino, Theater oder Konzertbesuche (10,4 Prozent), verteuerten sich spürbar. Friseurdienstleistungen und andere Körperpflegepreise stiegen um 4,9 Prozent.
Verbraucherpreisindex und Kerninflation
Der Verbraucherpreisindex ohne Energie lag im Februar 2026 um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Kerninflation, also der Index ohne Nahrungsmittel und Energie, nahm um 2,5 Prozent zu. Diese Werte verdeutlichen den anhaltenden Preisdruck in vielen Bereichen des Alltags.
„Die Dienstleistungspreise bleiben ein wesentlicher Treiber der Inflation, während die Energiepreise sich im Jahresvergleich verbilligt haben“, sagte ein Sprecher des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.
Weitere statistische Daten und detaillierte Tabellen sind auf der Webseite des Landesamts für Statistik Niedersachsen verfügbar.
Für einen Erfahrungswert zur Inflation und deren Wirkungen finden Sie ergänzende Informationen auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes.
Weiterführende Berichte zur wirtschaftlichen Entwicklung in Niedersachsen finden Sie ebenfalls auf regionalupdate.de.
Ausblick Inflationsentwicklung in Niedersachsen
Die veröffentlichten Inflationszahlen für Februar 2026 sind vorläufig und gelten bis zum 5. März 2026 als endgültig, sofern keine Korrekturen ergehen. Die weiteren Entwicklungen der Verbraucherpreise, insbesondere im Bereich der Energie und Dienstleistungen, bleiben wichtig für die wirtschaftliche Bewertung in Niedersachsen.
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen beobachtet die Preisentwicklung weiterhin und stellt regelmäßig aktualisierte Daten bereit, die als Entscheidungsgrundlage für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit dienen.
- Inflation zieht wieder an: Was hinter den neuen Zahlen steckt
- Inflationsrate Deutschland Oktober 2025 bei +2,3 Prozent
- Inflationsrate Oktober 2025 sinkt leicht auf 2,3 Prozent
- Renault Absatz steigt im dritten Quartal 2025 deutlich
- Wie du steigende Energiepreise abfedern kannst

