INSM: Deutschland bleibt Hochsteuerland im Vergleich

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Berlin. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass die deutsche steuerbelastung international weiterhin zu den höchsten zählt. Laut der Untersuchung im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bleibt Deutschland ein Hochsteuerland, was sowohl Unternehmen als auch Bürger erhebliche finanzielle Belastungen auferlegt.

Steuerbelastung im Fokus

Die Studie verdeutlicht, dass Deutschland mit einer tariflichen Steuerbelastung von über 30 Prozent auf Kapitalgesellschaften zu den Spitzenreitern in der OECD gehört. Die Abgabenquote insgesamt erreicht fast 42 Prozent, was vor allem durch hohe Sozialbeiträge und Steuern auf Löhne und Einkommen begründet ist.

Steuerbelastung für Unternehmen und Arbeitnehmer

Die tarifliche Belastung der Gewinne von Kapitalgesellschaften liegt in Deutschland bei 30,1 Prozent und ist damit die dritthöchste unter den OECD-Staaten. Im Vergleich dazu hat der Durchschnitt der OECD-Länder bei 23,9 Prozent gelegen. Außerdem sind die Lohnabzüge für Alleinstehende nach Belgien in Deutschland am zweithöchsten. Dies resultiert nicht nur aus hohen Steuern, sondern vor allem aus in den letzten Jahren gestiegenen Sozialbeiträgen.

Spezifische Abgaben im Vergleich

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Erbschaftssteuer, deren Einnahmen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland überdurchschnittlich hoch sind. Auch der Solidaritätszuschlag ist weiterhin eine bedeutende Belastung. Die Studie zeigt, dass der Soli nicht nur Wohlhabende betrifft, sondern auch Kleinsparer und Kleinunternehmen. Rund ein Drittel der Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag stammt aus Kapitalerträgen der unteren Einkommenshälfte. Zudem erzielen 70 Prozent der von dieser Abgabe betroffenen Kapitalgesellschaften Gewinne von maximal 100.000 Euro.

„Wenn wir endlich wieder attraktiv für Investoren aus dem In- und Ausland, aber auch für gutverdienende Fachkräfte sein wollen, muss die Koalition endlich die Steuern für alle wirksam senken“, sagte Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der INSM.

Beispiele für hohe Steuerbelastungen in Deutschland:

  • Tarifliche Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften über 30 Prozent
  • Lohnabzüge für Alleinstehende unter den höchsten OECD-weit
  • Solidaritätszuschlag belastet nicht nur Wohlhabende
  • Erbschaftssteuer überdurchschnittlich hoch im Vergleich zum BIP

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Auswirkungen der deutschen Steuerbelastung auf die Region

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die hohe steuerliche und soziale Abgabenquote in Deutschland, dass ein großer Teil des Einkommens an den Staat abgeführt werden muss. Dies betrifft Beschäftigte ebenso wie Selbstständige und Unternehmen vor Ort. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft fordert daher eine umfassende Reform, die neben der Abschaffung des Solidaritätszuschlags auch die geplante Senkung der Körperschaftssteuer ab 2027 vollständig umsetzen soll. Zugleich wird eine Reform der Lohn- und Einkommensteuer angeregt, um Investitionen und Erwerbsarbeit stärker zu fördern.

Die Umsetzung solcher Maßnahmen könnte die regionale Wirtschaft stärken, indem sie Arbeitsplätze sichert und neue Investitionen ermöglicht. Mehr Netto vom Brutto für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würde zudem die Kaufkraft im lokalen Umfeld steigern.

Interessierte Leserinnen und Leser finden weitere regionale Wirtschaftsinformationen auf regionalupdate.de. Detaillierte Informationen zur deutschen Steuerpolitik stellt das Bundesministerium der Finanzen bereit.

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