Berlin. Die neue Prognos-Studie bestätigt die enorme Bedeutung der deutschen messewirtschaft wirtschaft für Deutschland. Mit einem Gesamtwert von rund 30 Milliarden Euro und der Sicherung von etwa 280.000 Arbeitsplätzen zeigt sich die Branche als wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Wirtschaftskraft der Messen
Bedeutung der Messewirtschaft für die Wertschöpfung
Die deutsche messewirtschaft wirtschaft erzielt direkte Ausgaben von insgesamt 15,9 Milliarden Euro im Durchschnitt eines Messejahres. Darin enthalten sind 11,8 Milliarden Euro, die ausstellende Unternehmen in ihre Messeauftritte investieren, sowie 3,9 Milliarden Euro von Messebesuchern. Hinzu kommen regelmäßige Investitionen von Messegesellschaften in Infrastruktur sowie Energieeffizienz in Höhe von 140 Millionen Euro. Diese direkten Ausgaben lösen weitere indirekte Effekte von 10,1 Milliarden Euro aus, vor allem durch Zulieferbeziehungen. Zusätzlich generieren induzierte Effekte entlang der Lieferkette 3,9 Milliarden Euro Wertschöpfung. Somit summiert sich der wirtschaftliche Beitrag der Messebranche auf rund 30 Milliarden Euro jährlich.
Arbeitsplätze und Steuereinnahmen
Die Studie hebt hervor, dass rund 280.000 Jobs durch die Messewirtschaft in Deutschland gesichert werden. Neben der Messebranche profitieren vor allem der Transportsektor, das Gastgewerbe und der Handel von dieser Entwicklung. Ein durchschnittliches Messejahr sorgt zudem für etwa 5,4 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Dabei entfallen knapp 2,4 Milliarden Euro auf den Bund, circa 2,3 Milliarden Euro auf die Länder und rund 700 Millionen Euro auf die Kommunen. Vorwiegend stammen diese Einnahmen aus Einkommens- und Umsatzsteuern.
Einzigartiger Messestandort Deutschland
Deutschland bietet mit 70 Messeplätzen zwischen Nordsee und Bodensee eine weltweit einzigartige Messelandschaft. Die Gesamtfläche der Ausstellungsflächen beträgt 3,25 Millionen Quadratmeter, was einem Fünftel Europas und über sieben Prozent weltweit entspricht. Zudem finden hier zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft statt. Rund 65 Prozent der Aussteller und 35 Prozent der Fachbesucher dieser Leitmessen kommen aus dem Ausland. In Spitzenzeiten besuchen bis zu 16 Millionen Menschen jährlich rund 235.000 ausstellende Unternehmen deutsche Messen.
Forderungen des Branchenverbands
Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, unterstreicht die Schlüsselrolle der Messewirtschaft für internationale Vernetzung und Exportförderung:
„Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges. Deutschland ist Messeplatz Nummer 1 in der Welt. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Die Wirtschaftspolitik in Bund und Ländern muss den Messeplatz Deutschland stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für unsere ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur sowie Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung der deutschen Messewirtschaft für die Region
Die deutsche Messewirtschaft sichert in Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze und trägt erheblich zum Steueraufkommen bei. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies stabile Beschäftigungsmöglichkeiten insbesondere in Messe-Großstädten sowie eine belastbare Infrastruktur. Geplante Investitionen in Messeinfrastruktur und Energieeffizienz unterstreichen die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Die durchgeführte Studie, die auf Daten von mehr als 33.700 Messebesuchern und 17.700 ausstellenden Unternehmen basiert, bildet eine fundierte Grundlage für weitere politische Maßnahmen zur Stärkung der Branche. Mehr Informationen finden Sie zudem beim Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA sowie in der vollständigen Prognos-Studie.
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