Papierindustrie 2025 weiter unter Druck: Produktion, Absatz und Umsatz rückläufig

Papierindustrie 2025 weiter unter Druck

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Berlin. Die papierindustrie 2025 rückläufig zeigt sich deutlicher denn je: Produktion, Absatz und Umsatz der deutschen Papier- und Zellstoffindustrie gehen weiter zurück. Trotz sinkender Energiepreise sind Standortnachteile und strukturelle Herausforderungen maßgeblich für diese Entwicklung.

Papierindustrie im Wandel

Die Branche steht weiterhin unter erheblichem Druck. Die Gesamtproduktion sank 2025 um 2,5 Prozent auf 18,7 Millionen Tonnen. Insbesondere die graphischen Papiere verzeichneten mit einem Rückgang von 16,7 Prozent einen starken Einbruch, während Verpackungspapiere und technische Spezialpapiere eine Produktionserhöhung von 1,8 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent erzielten. Der Gesamtabsatz ging um 1,7 Prozent zurück, der Umsatz fiel sogar um 5 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro.

Ursachen für den Rückgang

Die deutschen Papierhersteller stehen im internationalen Wettbewerb unter massiven Standortnachteilen. Günstigere Bedingungen im Ausland führen zu starkem Preisdruck. Auch die Kapazitätsauslastung hat sich verschlechtert: 2025 lag sie bei 85 Prozent, fünf Prozentpunkte unter dem Wert von 2020 und deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2010. Dies hat bereits zu Stilllegungen von Papiermaschinen und Werksschließungen geführt.

Beschäftigung und politische Rahmenbedingungen

Die Zahl der Beschäftigten ist innerhalb von fünf Jahren von 45.600 auf rund 41.000 gesunken. Politische Reformen und Erleichterungen sind bislang unzureichend umgesetzt worden, wodurch die Lage zusätzlich erschwert wird. Höhere Lohnnebenkosten, raffinierte Rohstoffpreise und gestiegene Logistikkosten belasten die Unternehmen weiter. Fachkräftemangel sowie eingeschränkte Flexibilität verschärfen die Situation.

„Unsere Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn die Politik nicht endlich entschlossen handelt, wird sich der Strukturabbau weiter beschleunigen – mit gravierenden Folgen für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und die nachhaltige Transformation“, sagte Hans-Christoph Gallenkamp, Präsident des Verbandes DIE PAPIERINDUSTRIE.

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Konsequenzen für die Region und weitere Entwicklungen

Die anhaltende Abwärtsentwicklung verdeutlicht die drängende Notwendigkeit für politischen Handlungsbedarf zur Sicherung des Industriestandorts Deutschland. Die angekündigten Maßnahmen wie der Industriestrompreis konnten bislang kaum Entlastung bringen. Die drohende Reduktion von Zertifikate-Zuteilungen im EU-Emissionshandel bedeutet einen Verlust von über 140 Millionen Euro jährlich, die für notwendige Investitionen fehlen. Für Bürgerinnen und Bürger ist eine stabile Papierindustrie wichtig, da sie Arbeitsplätze schafft und die nachhaltige Kreislaufwirtschaft fördert.

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, wird die Branche auf nachhaltige politische Reformen setzen. Denn nur mit einer Stärkung der Standortfaktoren und der Umsetzung von Fördermaßnahmen kann der Strukturabbau verlangsamt und die Transformation erfolgreich gestaltet werden. Weitere Informationen zum Thema finden Interessierte auf regionalupdate.de sowie auf der Website des Verbands DIE PAPIERINDUSTRIE papierindustrie.de.

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