Göttingen. Der Juraprofessor Kai Ambos von der Georg-August-Universität kritisiert die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als völkerrechtswidrig. Gleichzeitig nennt er die iranischen Gegenangriffe auf Israel unter bestimmten Bedingungen durch das Selbstverteidigungsrecht gedeckt. Die Völkerrecht Juraprofessor Ambos fordert eine Bewahrung und Stärkung des internationalen Rechts.
Völkerrecht bewahren jetzt
Juraprofessor Kai Ambos äußerte sich im Interview mit der Frankfurter Rundschau zur aktuellen Lage im Nahostkonflikt. Er sieht die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als Verstoß gegen das Völkerrecht an. Demgegenüber seien die Reaktionen des Irans auf Israel grundsätzlich zulässig, wenn sie „erforderlich und verhältnismäßig“ seien.
Selbstverteidigungsrecht im Fokus
Ambos erläutert, dass Angriffe Irans auf Militärbasen in Drittstaaten nur dann durch das Selbstverteidigungsrecht gedeckt seien, wenn diese Einrichtungen für die ursprünglichen Angriffe auf den Iran genutzt wurden. Dies stellt eine Einschränkung dar, die das völkerrechtliche Prinzip der Verhältnismäßigkeit betont.
Forderung nach Rechtssicherheit
Der Völkerrechtler appelliert an die internationale Gemeinschaft, das Völkerrecht zu retten und zu stärken. Er sagte:
„Wir müssen das Völkerrecht retten. Es schützt wie jedes Recht die Schwächeren und Kleineren. Rechtlosigkeit und das Recht des Stärkeren sind nur im Interesse der Starken, also in unserer heutigen Welt allenfalls der USA und China.“
Diese Aussage verdeutlicht seine Besorgnis über aktuelle Machtverhältnisse und deren Einfluss auf die Einhaltung internationaler Regeln.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für Göttingen und internationale Rechtspolitik
Die Stellungnahme von Kai Ambos aus Göttingen hat auch hierzulande Relevanz. Sie unterstreicht die Rolle deutscher Wissenschaftler in internationalen Debatten um Völkerrecht und Frieden. Für Bürgerinnen und Bürger zeigt sich die praktische Bedeutung insbesondere in der Förderung eines rechtsstaatlichen Klimas und der kritischen Auseinandersetzung mit außenpolitischen Maßnahmen.
Die Georg-August-Universität plant, die Diskussionen um das Völkerrecht unter den Studierenden und in der Öffentlichkeit weiter zu fördern. Aktuelle Veranstaltungen und Seminare sollen die Thematik vertiefen. Mehr Informationen hierzu finden Interessierte auf der Website von regionalupdate.de sowie auf den offiziellen Seiten der Universität Göttingen.
Weitere Hintergründe zum Völkerrecht gibt das Auswärtige Amt in seinen Publikationen.

