Wolf ins Bundesjagdgesetz aufgenommen

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Berlin. Die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz ermöglicht künftig eine bessere Regelung im Umgang mit Problemwölfen und unterstützt ein effektives Bestandsmanagement. Die Fokus-Keyphrase wolf bundesjagdgesetz herdenschutz beschreibt zentrale Maßnahmen, die den Schutz der Weidetierhaltung mit dem Erhalt der Wolfspopulation verbinden.

Wolfsgesetz jetzt beschlossen

Das Bundesjagdgesetz wurde um den Wolf ergänzt, um den Umgang mit Konflikten zwischen Wolf und Weidetierhaltung zu verbessern. Dabei bleibt der Wolf eine geschützte Art. Die neuen Regelungen sehen neben dem vorrangigen Einsatz von präventivem Herdenschutz auch die Möglichkeit vor, sogenannte Problemwölfe zu entnehmen und im Rahmen eines Bestandsmanagements Bejagungsoptionen zu nutzen. Ziel ist es, den günstigen Erhaltungszustand der Population zu sichern und zugleich den Schutz der Weidetierhaltung zu gewährleisten.

Gemeinsame Leitlinien für Bund und Länder

SPD und CDU/CSU haben einen Entschließungsantrag eingebracht, der Bund und Länder verpflichtet, einheitliche und rechtssichere Leitlinien für das Wolfsmanagement zu erarbeiten. Diese bundesweite Regelung soll sicherstellen, dass Maßnahmen transparent und koordiniert umgesetzt werden. Die betroffenen Akteure, darunter Naturschutz- und Jagdverbände, sind darin eingebunden.

Präventiver Herdenschutz als zentrale Maßnahme

Der präventive Herdenschutz bleibt das wichtigste Instrument zur Vermeidung von Konflikten. Verschiedene Schutzmaßnahmen für Weidetiere sollen verstärkt gefördert werden, um Wolfsangriffe zu minimieren. Die Verlässlichkeit von Monitoring und klare Zuständigkeiten spielen dabei eine zentrale Rolle.

„Der Herdenschutz bleibt das wichtigste Instrument, um Konflikte zwischen Wolf und Weidetierhaltung zu minimieren“, sagte Isabel Mackensen-Geis, stellvertretende ernährungs- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD.

  • Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune und Herdenschutzhunde werden unterstützt
  • Rechtssichere Entnahme von Problemwölfen wird ermöglicht
  • Monitoring zur Beobachtung der Wolfspopulation wird ausgebaut

Bund und Länder arbeiten zudem im Runden Tisch ‚Wald/Wild‘ zusammen, um Lösungen für den Wald-Wild-Konflikt zu finden. Die Ergebnisse sind bis Ende 2026 geplant.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung des Wolfsmanagements für den ländlichen Raum

Für den ländlichen Raum ist das neue Bundesjagdgesetz ein wichtiger Schritt, um die Herausforderungen durch die Rückkehr und Ausbreitung des Wolfs besser zu bewältigen. Die Weidetierhaltung kann durch verbesserte Schutzmaßnahmen gestärkt werden, während zugleich der Arten- und Naturschutz beachtet bleibt. Das Gesetz schafft damit Rechtsklarheit für Landwirte, Jäger und Naturschützer.

Wichtige Aspekte für die Bürgerinnen und Bürger sind:

  • Rechtssicherheit bei der Entnahme von Problemwölfen
  • Förderungen für präventiven Herdenschutz
  • Einheitliche bundesweite Regelungen zum Wolfsmanagement

Weitere Informationen zur Weidetierhaltung und zum Schutz von Wildtieren bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Aktuelle regionale Entwicklungen rund um Umwelt- und Artenschutz finden Sie außerdem auf regionalupdate.de.

Mit dem neuen Wolfsgesetz setzt die Bundesregierung wichtige Impulse, um die Umsetzung eines nachhaltigen und akzeptierten Umgangs mit dem Wolf in Deutschland langfristig zu sichern.

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