Ipsos-Studie zeigt Geschlechterlücke in Deutschland

Anzeige

Hamburg. Eine aktuelle Ipsos-Studie zeigt, dass die Meinung zur Gleichstellung Frauen Männer in Deutschland gespalten ist: 46 Prozent glauben, es sei bereits genug getan worden, während 45 Prozent weitere Anstrengungen für notwendig halten.

Gleichstellung jetzt verbessern

Die aktuelle Umfrage unter mehr als 1.000 Deutschen im Rahmen einer internationalen Studie beleuchtet besonders die Einstellungen zu Frauen in Führungspositionen und zur Arbeitsteilung im privaten sowie gesellschaftlichen Kontext. 52 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass mehr Frauen in verantwortlichen Rollen in Politik und Wirtschaft die Situation verbessern würden. Dabei zeigen sich deutliche Geschlechterunterschiede: 58 Prozent der Frauen unterstützen diese Ansicht, bei den Männern sind es 47 Prozent. Außerdem sind 51 Prozent der Meinung, eine echte Gleichstellung sei erst möglich, wenn Frauen verstärkt in Führung vertreten seien.

Diskrepanz bei der Wahrnehmung von Förderung und Benachteiligung

Knapp ein Drittel der Deutschen (30 Prozent) sieht die Förderung von Frauen inzwischen als so umfangreich, dass Männer benachteiligt würden. Während 37 Prozent der Männer diese Sicht teilen, sind es bei den Frauen nur 22 Prozent. Insgesamt ist die Gleichstellung für 62 Prozent der Bundesbürger persönlich wichtig, doch lediglich 13 Prozent halten sie bereits für verwirklicht.

Arbeitsteilung im Alltag und gesellschaftliche Erwartungen

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine faire Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern bei Kindererziehung, Einkommen und Hausarbeiten mit Zustimmungswerten von 73 bis 77 Prozent. Dennoch unterscheiden sich persönliche Überzeugungen und Wahrnehmungen der gesellschaftlichen Realität stark. So halten nur 15 Prozent persönlich Frauenvorherrschaft bei der Kindererziehung für richtig, während 44 Prozent dies in der Gesellschaft so sehen. Ähnlich verhält es sich bei der Hausarbeit. Im Bereich Einkommen glauben 75 Prozent an die gemeinsame Verantwortung von Frauen und Männern, doch nur 42 Prozent denken, dass dies gesellschaftlich genauso erwartet wird. Fast die Hälfte (46 Prozent) vermutet, dass Männer primär für den Unterhalt verantwortlich gemacht werden.

Traditionelle Rollenbilder und Generationenunterschiede

Die Studie zeigt eine interessante Differenz bei den Einstellungen der Generationen: Männer der Generation Z vertreten traditionellere Rollenbilder als die älteren Babyboomer. So glauben 61 Prozent der Gen-Z-Männer, dass bereits genug für die Gleichstellung getan wurde, gegenüber 49 Prozent der Boomer-Männer. Zudem sind konservative Vorstellungen zu Gehorsam in der Ehe und zu maskulinen Rollen bei jungen Männern stärker verbreitet.

„Der Einsatz für Gleichstellung wird unterschiedlich wahrgenommen, was sich auch in den Generationen widerspiegelt“, so ein Sprecher von Ipsos.

  • 61 % der männlichen Gen Z sehen die Gleichstellung als abgeschlossen
  • 57 % der Gen-Z-Männer glauben, Männer würden inzwischen diskriminiert
  • 31 % der Gen-Z-Männer vertreten die Ansicht, eine Ehefrau soll ihrem Ehemann gehorchen

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für Hamburg und die praktischen Implikationen

In Hamburg, als einer der größten deutschen Städte mit vielfältiger Wirtschaftsstruktur, hat die Haltung der Bevölkerung zur Gleichstellung Frauen Männer direkte Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Politik und Soziales. Die Forderung nach mehr weiblichen Führungskräften spiegelt sich auch in städtischen Förderprogrammen und Initiativen wider, die darauf abzielen, Gleichstellungsmaßnahmen weiter zu stärken. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, dass bestehende Ungleichheiten und traditionelle Rollenmuster weiterhin thematisiert und adressiert werden.

In den kommenden Monaten sind weitere Studien und Aktionen zur Förderung der Gleichstellung geplant, um den gesellschaftlichen Diskurs zu unterstützen und Fortschritte messbar zu machen. Mehr Informationen und aktuelle Berichte finden sich auf regionalupdate.de sowie auf der Seite von Ipsos Deutschland.


Quellen: Ipsos-Studie 2026, Ipsos Deutschland, regionalupdate.de

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel