Wiesbaden. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 11,1 Prozent gesunken. Ohne Großaufträge betrug der Rückgang 0,4 Prozent, wobei der Dezember 2025 einen besonders hohen Wert aufgrund mehrerer Großaufträge aufwies. Der Fokus auf den auftragseingang verarbeitendes gewerbe zeigt eine differenzierte Entwicklung.
Auftragseingang sinkt leicht: Detaillierte Zahlen zum Auftragseingang verarbeitendes gewerbe
Im Januar 2026 sank der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Dezember 2025 deutlich um 11,1 Prozent, so die vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Diese Veränderung wurde saison- und kalenderbereinigt gemessen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich trotz des Rückgangs ein Anstieg von 3,7 Prozent.
Einfluss von Großaufträgen auf die Statistik
Ohne Berücksichtigung der Großaufträge sank der Auftragseingang lediglich um 0,4 Prozent zum Vormonat. Der Dezember 2025 war durch mehrere Großaufträge geprägt, was zu einem besonders hohen Auftragsvolumen führte – dem höchsten seit Februar 2022. Der Dreimonatsvergleich von November 2025 bis Januar 2026 zeigt einen Anstieg des Auftragseingangs um 7,4 Prozent gegenüber den drei vorherigen Monaten. Ohne Großaufträge lag dieser Zuwachs bei 1,5 Prozent.
„Dieser Unterschied macht deutlich, wie stark Großaufträge die kurzfristigen Schwankungen beeinflussen“, erläuterte das Statistische Bundesamt.
Datenqualität und Schätzungen
Für das Bundesergebnis im Januar 2026 mussten die Daten aus dem Saarland geschätzt werden, da sie nicht rechtzeitig vorlagen. Die Ergebnisrevision des Dezembers 2025 führte zu einer Korrektur des Auftragseingangs im Vergleich zum November 2025 von ursprünglich +7,8 Prozent auf +6,4 Prozent.
Für weitere Details und tagesaktuelle Zahlen steht der vollständige Bericht des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung: Destatis Pressemitteilungen.
Weitere Entwicklungen beim Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Die jüngsten Zahlen zeigen eine dynamische, aber auch volatile Entwicklung im Auftragseingang verarbeitendes gewerbe. Die Bedeutung von Großaufträgen für die kurzfristigen Schwankungen wird deutlich. Für die kommenden Monate bleibt die Entwicklung am Markt abzuwarten, insbesondere wie sich die Nachfrage ohne den Einfluss großer Einzelaufträge gestaltet.
Unternehmen und Beobachter sollten die saisonbereinigten Werte und Dreimonatsvergleiche genau verfolgen, um die langfristigen Trends zu erkennen. Mehr Informationen zum Thema und weitere regionale Wirtschaftsdaten finden Leser auf regionalupdate.de.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis): https://www.destatis.de sowie regionalupdate.de

