Razzien gegen rechten Verlag – Lehrer, Anwälte, Polizisten als Kunden

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Berlin. Seit den frühen Morgenstunden finden europaweit Razzien bei Betreibern des rechtsextremen Verlags „Der Schelm“ statt. Die razzien rechter verlag richten sich gegen Personen, denen die Herstellung und Verbreitung volksverhetzender Schriften vorgeworfen wird.

Razzien gegen Verlag

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verlag „Der Schelm“, der seit mindestens zehn Jahren nationalsozialistische Propagandaliteratur sowie gewaltverherrlichende und volksverhetzende Bücher verbreitet. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe sollen die Beschuldigten zwischen 2022 und 2024 in hunderten Fällen entsprechende Druckwerke hergestellt und verbreitet haben.

In Deutschland betrafen die Durchsuchungen die Bundesländer Brandenburg, Baden-Württemberg, Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus fanden sie in Polen an einer Druckerei sowie in Spanien an einer Lagerhalle und privaten wie geschäftlichen Räumen eines Brandenburger Rechtsextremisten und seiner Frau statt. Der Beschuldigte sitzt derzeit in Deutschland im Gefängnis.

Beteiligte Personen und Firmen

Neben dem inhaftierten Rechtsextremisten W. sind acht weitere Männer und Frauen beschuldigt, darunter Druckereibesitzer, ein Grafiker, ein IT-Spezialist und der Inhaber eines Business-Centers. Adrian P., der Verlagsinhaber, wird auf internationaler Ebene per Haftbefehl gesucht. Der 61-Jährige floh vor Jahren nach Russland und leitet die Aktivitäten von dort aus.

Kundschaft des Verlags

Eine Analyse der Redaktion rbb24 Recherche ergab, dass die Kundschaft des Verlags nicht nur aus bekannten Neonazis besteht, sondern zahlreiche Käufer aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen. Dazu gehören unter anderem Ärzte, Lehrer, Polizisten, Pfarrer und Anwälte.

„Die heutige Aktion stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um das rechtsextreme Netzwerk um ‚Der Schelm‘ zu zerschlagen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Karlsruhe.

Beispiel: Die Gegenmaßnahmen wurden bereits im Frühjahr 2024 durch das Oberlandesgericht Dresden verstärkt, als drei leitende Personen des Verlags verurteilt wurden. Zwei der Urteile sind noch nicht rechtskräftig, und Adrian P. war ebenfalls Ziel der damaligen Ermittlungen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Einordnung und Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger

Die Razzien zeigen, dass die Justiz entschlossen gegen rechtsextreme Verlage vorgeht, die auch in Deutschland tief verankert sind. Für die Bevölkerung in den betroffenen Regionen bedeutet dies eine klare Botschaft gegen Volksverhetzung und gewaltverherrlichende Propaganda.

Zukünftige Schritte beinhalten weitere Ermittlungen und die Strafverfolgung aller Beteiligten, um die Verbreitung solcher Schriften zu unterbinden. Termine für weitere Prozesse sind noch nicht bekannt.

Weiterführende Informationen zum Thema Rechtsextremismus bietet die Bundeszentrale für politische Bildung, während Updates zu den Ermittlungen im Fall „Der Schelm“ regelmäßig auf regionalupdate.de veröffentlicht werden.

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