Berlin. Im Osten Afghanistans sind infolge des bewaffneten Konflikts mit Pakistan rund 68.000 Kinder vertrieben worden. Hilfsorganisationen mussten ihre Unterstützung vor Ort unterbrechen, doch die Kinder Vertriebene Afghanistan erhalten dringend benötigte Nothilfe von Save the Children.
Nothilfe für Vertriebene
Der anhaltende Konflikt im östlichen Afghanistan behindert nicht nur die Versorgung der vom Erdbeben 2025 betroffenen Bevölkerung, sondern zwingt auch Hilfsorganisationen wie Save the Children und das Welternährungsprogramm (WFP), ihre Programme teilweise auszusetzen. Die regionale Instabilität betrifft insbesondere rund 68.000 vertriebene Kinder, deren Schutz und Bildung akut gefährdet sind.
Auswirkungen auf Bildung und Gesundheitsversorgung
Rund 8.000 Kinder, die Programme von Save the Children und Partnerorganisationen besuchen, haben keinen Zugang mehr zu Schulen, Schutz- und Spielräumen sowie psychosozialer Betreuung. Das Welternährungsprogramm musste die Nahrungsmittelverteilung einstellen, sodass etwa 160.000 Menschen in der Region auf Hilfe verzichten müssen. Insgesamt sind rund 134.000 Menschen durch die Aussetzung der Hilfsmaßnahmen betroffen.
Hilfsmaßnahmen von Save the Children
Save the Children arbeitet unter erschwerten Bedingungen mit mobilen Gesundheitsteams und psychosozialer Unterstützung für Kinder und Familien. Bisher wurden über 6.000 Menschen medizinisch versorgt, etwa 450 Kinder psychosozial betreut und rund 350 Familien mit Bargeldhilfen unterstützt. Die Organisation plant eine Ausweitung der Nothilfe in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kinderschutz, Ernährung sowie Wasser- und Sanitärversorgung.
„Zehntausende Kinder haben alles verloren, was ihnen Stabilität und Sicherheit gab. Sie wurden aus ihren Häusern vertrieben, von Bildung und Gesundheitsversorgung abgeschnitten und ihrer Schutzmöglichkeiten beraubt“, sagte Arshad Malik, Regionaldirektor für Asien bei Save the Children.
- 68.000 vertriebene Kinder im Osten Afghanistans
- 160.000 Menschen betroffen durch Aussetzung der Lebensmittelhilfe
- 134.000 Menschen betroffen von Hilfsunterbrechungen
- Über 6.000 medizinische Versorgungen durch Save the Children
- Drei mobile Gesundheitsteams im Einsatz
- 450 Kinder psychosozial betreut
Weitere Informationen zur Situation und Hilfsarbeit bietet das Welternährungsprogramm sowie Details zu Save the Children auf regionalupdate.de.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung und Ausblick
Die erneute Vertreibung vieler Familien verschärft die humanitäre Lage in einer ohnehin stark belasteten Region Afghanistans. Die andauernden Kämpfe erschweren den Zugang zu lebenswichtiger Unterstützung und setzen vor allem Kinder großer Gefahr aus. Für die betroffenen Familien bedeutet dies weiterhin Unsicherheit und eingeschränkte Lebensperspektiven.
Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und weltweit können Nothilfeorganisationen unterstützen, um den Kindern und Familien in Afghanistan unmittelbar zu helfen. Die Ausweitung der Hilfsprogramme von Save the Children ist ein Schritt, der die Versorgung in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Ernährung stabilisieren soll. Weitere Maßnahmen und Entwicklungen werden in den kommenden Monaten beobachtet.
Mehr über die Arbeit von Save the Children erfahren Sie auf regionalupdate.de und direkt auf der Website von Save the Children Deutschland.

